Geiselstellungen von der Antike bis zur Neuzeit

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-0190 Geiselstellung an Rom durch Antiochos III.
Name
-0190 Geiselstellung an Rom durch Antiochos III.
Vorausgegangener Konflikt
Römisch-syrischer Krieg
Datum/Zeitangabe
190-162 v.Chr.
Inhalt/Kommentar
Nachdem die Römer den Seleukiden Antiochos III. besiegt hatten, wurde zunächst von Publius Cornelius Scipio Vorbedingungen für einen Frieden formuliert, die der Seleukide zu erfüllen hatte, bevor Gesandte nach Rom zum Vertragsabschluss gingen. Dazu zählten auch Geiseln, unter denen sein Sohn Antiochos (IV.) war. Diese Geiseln wurden nach Ephesos gebracht. Von hier nahm sie offensichtlich erst der Konsul des nächsten Jahres, Cn. Manlius Vulso, mit, der den Vertrag erst endgültig machte. Scipio war schon nach Rom zurückgekehrt und hatte dort triumphiert, offensichtlich ohne dabei die Geiseln mitzuführen. Im finalen Vertrag wurden erneut Geiseln gestellt, wahrscheinlich dieselben wie zuvor, da der Königssohn erneut genannt wird. Es wird ein Austausch der Geiseln alle drei Jahre festgesetzt, von dem der Königssohn aber ausgeschlossen war, denn er bleibt länger in Rom, bis er schließlich gegen seinen Neffen Demetrios ausgetauscht wird. Auch dieser verbleibt über viele Jahre in Rom, bis er mit Hilfe des bekannten Historiographen Polybios in seine Heimat flieht, um dort den Thron zu beanspruchen. Zuvor hatte der römische Senat zweimal ein Freilassungsgesuch abgelehnt. Als die am besten belegte Geiselstellung aus römischer Zeit können verschiedene Erkenntnisse über die gängigen Praktiken gewonnen werden. So handelt es sich um einen der wenigen bekannten Fälle von geregeltem Geiselaustausch und man erkennt die gute Behandlung der Geiseln in Rom, wo Antiochos sogar ein Haus auf Staatskosten bezog und er wie auch Demetrios am gesellschaftlichen Leben teilhaben konnte. Zumindest bei Antiochos zeigen sich Spuren seines Aufenthaltes in Rom in seinem Verhalten als König (Liv. 41.20). Des wegen von einer gezielten "Romanisierung" zu sprechen, greift aber zu weit.
Quellenangabe
 
#1
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Livius 37.45.14-20.
Quellentext
[14] Europa abstinete; Asia omni, quae cis Taurum montem est, decedite. pro impensis deinde in bellum factis quindecim milia talentum Euboicorum dabitis, quingenta praesentia, duo milia et quingenta, cum senatus populusque Romanus pacem comprobaverint; [15] milia deinde talentum per duodecim annos. Eumeni quoque reddi quadringenta talenta et quod frumenti reliquum ex eo, quod patri debitum est, placet. [16] haec cum pepigerimus, facturos vos ut pro certo habeamus, erit quidem aliquod pignus, si obsides viginti nostro arbitratu dabitis; sed numquam satis liquebit nobis ibi pacem esse populo Romano, ubi Hannibal erit: eum ante omnia deposcimus. [17] Thoantem quoque Aetolum, concitorem Aetolici belli, qui et illorum fiducia vos et vestra illos in nos armavit, dedetis et cum eo Mnasilochum Acarnana et Chalcidensis Philonem et Eubulidam. [18] in deteriore sua fortuna pacem faciet rex, quia serius facit, quam facere potuit. si nunc moratus fuerit, sciat regum maiestatem difficilius ab summo fastigio ad medium detrahi quam a mediis ad ima praecipitari. [19] cum iis mandatis ab rege missi erant legati, ut omnem pacis condicionem acciperent: itaque Romam mitti legatos placuit; consul in hiberna exercitum Magnesiam ad Maeandrum et Trallis Ephesumque divisit. [20] Ephesum ad consulem paucos post dies obsides ab rege adducti sunt, et legati, qui Romam irent, venerunt. Eumenes quoque eodem tempore profectus est Romam, quo legati regis.
Übersetzungen
Haltet euch von Europa fern; räumt ganz Kleinasien, das diesseits des Tauros liegt! Für die Kriegskosten sodann werdet ihr 15000 euböische Talente zahlen, 500 auf der Stelle, 2500, wenn Senat und Volk von Rom den Frieden gutgeheißen haben, 12000 Talente dann über zwölf Jahre verteilt. Ihr sollt auch Eumenes 400 Talente erstatten und den Rest des Getreides, das sein Vater bekommen sollte. Wenn wir das abgemacht haben, wird es, damit wir sicher sind, daß ihr die Abmachungen erfüllt, ein Unterpfand geben, wenn ihr 20 Geiseln nach unserem Gutdünken stellt. Aber wir werden niemals davon überzeugt sein, daß es für das römische Volk dort Frieden gibt, wo Hannibal ist; seine Auslieferung fordern wir vor allem. Auch den Ätoler Thoas, den Anstifter des Ätolerkrieges, der im Vertrauen auf jene euch unter Waffen gebracht hat und im Vertrauen auf euch jene, werdet ihr ausliefern und mit ihm den Akarnanen Mnasilochos und Philon und Eubulidas aus Chalkis. Der König wird unter für ihn weniger günstigen Umständen Frieden schließen, weil er ihn später schließt, als er ihn hätte schließen können. Wenn er auch jetzt noch säumt, mag er wissen, daß es schwerer ist, die Majestät der Könige vom höchsten Gipfel auf die Mitte herabzuziehen, als sie aus mittleren Verhältnissen in die Tiefe zu stürzen." Die Gesandten waren vom König mit dem Auftrag geschickt worden, jede Friedensbedingung anzunehmen. Deshalb beschloß man, nach Rom Gesandte zu schicken. Der Konsul verteilte das Heer für das Winterlager auf Magnesia am Mäander, Tralleis und Ephesos. Nach Ephesos zum Konsul wurden wenige Tage später die Geiseln vom König geführt, und es kamen die Gesandten, die nach Rom gehen sollten. Auch Eumenes machte sich zur selben Zeit wie die Gesandten des Königs nach Rom auf.
 
#2
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Liv. 41.20.1-9.
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...{Romano) more, sella eburneaposita, ius dicebat disceptabatque controversias minimarum rerum. Adeoque nulli fortunae adhaerebat animus per omnia (2) genera vitae errans, uti nec sibi nec aliis, quinam homo esset, satis constaret. Non adloqui amicos, vix notis (3)´familiariter arridere, munificentia inaequali sese aliosque ludificari; quibus(dam ) honoratis magnoque aestimantibus se puerilia, ut escae aut lusus, munera dare, alios nihil exspectantes ditare. Itaque nescire, (4) quid sibi vellet, quibusdam videri; quidam ludere eum simpliciter, quidam haud dubie insanire aiebant. In duabus tarnen magnis honestisque rebus vere (5) regius erat animus, in urbium donis et deorum cultu. Megalopolitanis in Arcadia murum se circumdaturum (6) urbi est pollicitus maioremque partem pecuniae dedit; Tegeae theatrum magnificum e marmore facere instituit; Cyzici prytaneo - id est penetrale urbis (7), ubi publice, quibus is honos datus est, vescuntur - vasa aurea mensae unius posuit. Rhodiis nihil
unum insigne, ita omnis generis, ut quaeque usus eorum postulaverunt, dona dedit. Magnificentiae vero in deos vel Iovis Olympii (8) templum Athenis , unum in terris incohatum pro magnitudine dei, potest esse; sed et Delum aris (9)
insignibus statuarumque copia exornavit, et Antiochiae Iovis Capitolini magnificum templum, non laqueatum auro tantum, sed parietibus totis lammina
inauratum, et alia multa in aliis locis pollicitus, quia perbreve tempus regni eius fuit, non perfecit.
Übersetzungen
. . . ließ er einen Elfenbeinsitz hinstellen und sprach nach römischer Sitte Recht und entschied Streitigkeiten über ganz belanglose Dinge. Und er hing so wenig an einer bestimmten Stellung und ließ sich durch alle Formen des Lebens umhertreiben, daß weder er selbst noch andere recht wußten, was für ein Mensch er denn sei. Seine Freunde sprach er nicht an, kaum Bekannten lächelte er freundlich zu. Durch unpassende Freigebigkeit machte er sich und andere lächerlich. Einigen angesehenen Leuten, die viel auf sich hielten, machte er kindische Geschenke, wie etwas zum Essen und Spielen; andere, die nichts erwarteten, machte er reich. Deshalb schien es einigen, als ob er nicht wisse, was er eigentlich wolle. Manche sagten, er tue es einfach zum Zeitvertreib, andere, er habe zweifellos den Verstand verloren. In zwei großen und ehrenvollen Dingen jedoch war seine Gesinnung wahrhaft königlich, in den Geschenken an die Städte und in der Verehrung der Götter. Den Einwohnern von Megalopolis in Arkadien versprach er, ihre Stadt mit einer Mauer zu umgeben, und er gab ihnen den größten Teil des Geldes. In Tegea begann er ein großartiges Theater aus Marmor zu bauen. In Kyzikos stellte er ins Prytaneion - das ist der Mittelpunkt der Stadt, wo die, denen diese Ehre zuteil geworden ist, auf Staatskosten speisen - goldene Gefäße für einen Tisch. Den Rhodiern gab er zwar nicht ein einziges bedeutendes Geschenk, doch dafür solche jeder Art, wie es ihre Bedürfnisse forderten. Für seine Hochherzigkeit den Göttern gegenüber kann aber schon allein der Tempel des Olympischen Zeus in Athen ein Zeuge sein, der einzige auf Erden, der entsprechend der Größe des Gottes begonnen worden ist. Aber auch Delos schmückte er mit einem bedeutenden Altar und einer Fülle von Standbildern. Und in Antiocheia konnte er den großartigen Tempel des Kapitolinischen Jupiter, der nicht nur eine goldgetäfelte Decke hatte, sondern dessen Wände auch alle mit Goldblech überzogen waren, nicht vollenden, weil seine Regierungszeit nur sehr kurz war. Ebenso ging es mit vielem anderen, das er an anderen Stellen versprochen hatte.
 
#3
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Liv. per. 41.
Quellentext
Antiochus, Antiochi filius, obses a patre Romanis datus mortuo fratre Seleuco, qui patri defuncto successerat, in regnum Syriae ab urbe dimissus. Qui praeter religionem, qua multa templa magnifica multis locis erexit, Athenis Iovis Olympii et Antiochiae Capitolini, vilissimum regem egit.
Übersetzungen
Antiochos, der Sohn des Antiochos, der von seinem Vater den Römern als Geisel gegeben worden war, wurde nach dem Ende seines Bruders Seleukos, der nach dem Tode des Vaters dessen Nachfolge angetreten hatte, von Rom zur Herrschaft über Syrien entlassen. Abgesehen von seiner Religiosität, in der er an vielen Stellen viele großartige Heiligtümer errichtet, in Athen das des Olympischen Zeus und in Antiocheia das des Kapitolinischen Jupiter, führte er sich als ein ganz billiger König auf. (Übersetzung: Hans-Jürgen Hillen)
 
#4
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Athenaios 10.438D.
Quellentext
πολυπότης δὲ ἦν καὶ Ἀντίοχος ὁ βασιλεὺς ὁ κληθεὶς Ἐπιφανής, ὁ ὁμηρεύσας παρὰ Ῥωμαίοις, ὃν ἱστορεῖ Πτολεμαῖος ὁ Εὐεργέτης ἐν τῷ τρίτῳ τῶν ὑπομνημάτων κἀν τῷ πέμπτῳ φάσκων αὐτὸν εἰς τοὺς Ἰνδικοὺς κώμους καὶ μέθας τραπέντα πολλὰ ἀναλίσκειν.
Übersetzungen
Another drink-lover was Antiochus, the king who was called Epiphanes and became a hostage in Rome, as Ptolemy Euergetes records in the third book of his Commentaries, as also in the fifth book, saying that after he had adopted Indian revels and carouses he spent large sums.
 
#5
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Polybios 33.19 = Athenaios 10.440b.
Quellentext
καὶ Δημήτριον δέ φησι, τὸν ἐκ τῆς Ῥώμη ὁμηρείαν διαφυγόντα, ἐν τῇ τρίτῃ καὶ τριακοστῇ βασιλεύσαντα Σύρων πολυπότην ὄντα τὸ πλεῖστον τῆς ἡμέρας μεθύσκεσθαι.
Übersetzungen
Demetrius, who, when residing as a hostage at Rome, had fled and become king in Syria, was a man so much addicted to drunkenness that he spent the greater part of the day in drinking.
 
#6
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App. Syr. 67
Quellentext
[67] εἴρηται δὲ καὶ περὶ Δημητρίου τοῦ μετ᾽ αὐτόν, ὃς ὡμήρευεν ἐν Ῥώμῃ καὶ τῆς ὁμηρείας ἐκφυγὼν ἐβασίλευσε, σωτὴρ καὶ ὅδε πρὸς τῶν Σύρων, δεύτερος ἐπὶ τῷ Σελεύκου τοῦ νικάτορος παιδὶ ὀνομασθείς.
Übersetzungen
[67] I have also spoken of Demetrius, his successor, who had been a hostage in Rome and who escaped and became king. He was also called Soter by the Syrians, the next who bore that title after the son of Seleucus Nicator.
 
#7
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App. Syr. 46-47.
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[46] καὶ αὐτὸν ἑλὼν ἐτελεύτησεν, ἐνναετὲς παιδίον ἀπολιπών, Ἀντίοχον, ᾧ προσέθηκαν ὄνομα εὐπάτωρ οἱ Σύροι διὰ τὴν τοῦ πατρὸς ἀρετήν. καὶ τὸ παιδίον ἔτρεφε Λυσίας. ἡ δὲ σύγκλητος ἥσθη φανέντος ἐν ὀλίγῳ τοῦ Ἀντιόχου γεννικοῦ καὶ ταχέως ἀποθανόντος. Δημήτριόν τε τὸν Σελεύκου μὲν υἱὸν Ἀντιόχου δὲ τοῦ ἐπιφανοῦς ἀδελφιδοῦν, υἱωνὸν δὲ τοῦ μεγάλου Ἀντιόχου, ἀνεψιὸν ὄντα τῷδε τῷ παιδίῳ, ὁμηρεύοντα ἔτι ἐν Ῥώμῃ καὶ ἔτος ἄγοντα τρίτον ἐπὶ τοῖς εἴκοσιν, ἐς τὴν βασιλείαν καταχθῆναι παρακαλοῦντα ὡς αὑτῷ μᾶλλον προσήκουσαν, οὐ κατῆγον, οὐ συμφέρειν σφίσιν ἡγούμενοι τελειότερον ἄρχειν Σύρων ἀντὶ παιδὸς ἀτελοῦς. πυνθανόμενοι δ᾽ ἐν Συρίᾳ στρατόν τ᾽ ἐλεφάντων εἶναι καὶ ναῦς πλείονας τῶν ὡρισμένων Ἀντιόχῳ, πρέσβεις ἔπεμπον, οἳ τοὺς ἐλέφαντας συγκόψειν ἔμελλον καὶ τὰς ναῦς διαπρήσειν. οἰκτρὰ δὲ ἡ ὄψις ἦν ἀναιρουμένων θηρίων ἡμέρων τε καὶ σπανίων, καὶ νεῶν ἐμπιπραμένων: καί τις ἐν Λαοδικείᾳ Λεπτίνης τὴν ὄψιν οὐκ ἐνεγκών, Γναῖον Ὀκτάουιον τὸν τῶνδε τῶν πρέσβεων ἡγεμόνα, ἀλειφόμενον ἐν τῷ γυμνασίῳ, διεχρήσατο. καὶ τὸν μὲν Ὀκτάουιον ἔθαπτεν ὁ Λυσίας,
[47] Δημήτριος δὲ αὖθις ἐς τὴν σύγκλητον ἐσελθὼν ἐδεῖτο τῆς γοῦν ὁμηρείας μόνης ἀπολυθῆναι, ὡς Ἀντιόχου μὲν ἀντιδοθείς, Ἀντιόχου δ᾽ ἀποθανόντος. ἐπεὶ δ᾽ οὐκ ἐτύγχανεν οὐδὲ τοῦδε, λαθὼν ἐξέπλευσε, καὶ δεξαμένων αὐτὸν ἀσμένως τῶν Σύρων ἦρχε, τόν τε Λυσίαν καὶ τὸ παιδίον ἐπ᾽ αὐτῷ διαφθείρας, καὶ Ἡρακλείδην ἐκβαλών, καὶ Τίμαρχον ἐπανιστάμενον ἀνελών, καὶ τἆλλα πονηρῶς τῆς Βαβυλῶνος ἡγούμενον:
Übersetzungen
[46] Epiphanes died, leaving a son, Antiochus, nine years of age, to whom the Syrians gave the name of Eupator, in commemoration of his father's bravery. The boy was educated by Lysias. The Senate was glad that this Antiochus, who had early shown himself high spirited, died young. When Demetrius, the son of Seleucus and nephew of Antiochus Epiphanes (grandson of Antiochus the Great and first cousin of this boy), at this time a hostage at Rome, and twenty-three years old, asked that he should be installed in the kingdom as belonging to him rather than to the boy, the Senate would not allow it. They thought that it would be more for their advantage that Syria should be governed by an immature boy than by a full-grown man. Learning that there were many elephants in Syria and more ships than had been allowed to Antiochus in the treaty, they sent ambassadors thither, who killed the elephants and burned the ships. It was a pitiful sight, the killing of these rare and tame beasts and the burning of the ships. A certain Leptines of Laodicea was so exasperated by the sight that he stabbed Gnæus Octavius, the chief of this embassy, while he was anointing himself in the gymnasium at that place, and Lysias buried him.
[47] Demetrius came before the Senate again and asked at all events to be released as a hostage, since he had been given as a substitute for Antiochus, who was now dead. When his request was not granted he escaped secretly by boat. As the Syrians received him gladly, he ascended the throne after having put Lysias to death and the boy with him. He removed Heraclides from office and killed Timarchus, who rebelled and who had administered the government of Babylon badly in other respects.
 
#8
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App. Syr. 45.
Quellentext
ὧδε μὲν Ρωμαῖοι διέθεντο τὰ δορίκτητα, Ἀντιόχου δ᾽ ὕστερον τοῦ μεγάλου βασιλέως τελευτήσαντος γίγνεται Σέλευκος ὁ υἱὸς διάδοχος: καὶ τὸν ἀδελφὸν ὅδε Ἀντίοχον ἐξέλυσε τῆς ὑπὸ Ῥωμαίοις ὁμηρείας, ἀντιδοὺς τὸν ἑαυτοῦ παῖδα Δημήτριον.
Übersetzungen
Afterward, on the death of Antiochus the Great, his son Seleucus succeeded him. He gave his son Demetrius as a hostage in place of his brother Antiochus.
 
#9
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Zonaras 9.25 = Cass. Dio 20.25.
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καὶ τούτων γενομένων ὁ μὲν πρέσβεις εὺθὺς εἰς τὴν Ῥώμην ἀπέστειλεν ὑπὲρ τῶν πεπαργμένων ἀπολογούμενος, Δημήτριος δὲ ὁ Σελεύκου υἱὸς τοῦ παιδὸς Ἀντιόχου ὁμηρεύων ἐν τῇ Ῥώμῃ κατὰ τὸν τοῦ πατρὸς θάνατον καὶ ὑπὸ Ἀντιόχου τοῦ θείου τῆς βασιλείας ἐστερημένος, ὡς τὸν τοῦ Ἀντιόχου θάνατον ἔγνω, ᾔτει μὲν τὴν πατρῴαν ἀρχήν, οἱ δὲ οὔτε ταύτην αὐτῷ συνέπραξαν οὔτ ̓ ἀπᾶραι τῆς Ῥώμης ἐπέτρεψαν. καὶ ὃς καὶ δυσχεραίνων ὅμως ἡσύχαζεν. ἐπεὶ δὲ τὰ κατὰ τὸν Λυσίαν ἐγένετο, οὐκέτ ̓ ἐμέλλησεν, ἀλλ ̓ ἀπέδρα· καὶ ἐκ Λυκίας τῇ γερουσίᾳ ἐπέστειλε μὴ ἐπὶ τὸν ἀνεψιὸν τὸν Ἀντίοχον, οὕτω γὰρ οἱ πάλαι τοὺς ἐξαδέλφους ἐκάλουν, ἀλλ ̓ ἐπὶ τὸν Λυσίαν τὴν ὁρμὴν ἔχειν, ὥστε τῷ Ὀκταβίῳ τιμωρήσειν.
Übersetzungen
When these plans had been carried out, he (Lysias) straightway despatched envoys to Rome to offer a defence for what had been done. Now Demetrius, the son of Seleucus, and grandson of Antiochus, who was staying in Rome as a hostage at the time of his father's death and had been deprived of the kingdom by his uncle Antiochus, had asked for the domain of his father when he learned of the death of Antiochus, but the Romans would neither help him to get it nor permit him to depart from Rome; and he, in spite of his dissatisfaction, had remained quiet. But when this affair of Lysias occurred, he no longer delayed, but escaped by flight and sent a message to the senate from Lycia stating that it was not his cousin Antiochus, but Lysias that he was attacking, with the purpose of avenging Octavius.
 
#10
Quellenangabe
Appian Syr. 39.
Quellentext
τοσάδε προύτεινεν ὁ Σκιπίων, καὶ πάντα ἐδέχοντο οἱ πρέσβεις. το τε μέρος αὐτίκα τῶν χρημάτων καὶ τὰ εἴκοσιν ὅμηρα ἐκομίζετο, καὶ ἦν αὐτῶν Ἀντίοχος ο νεώτερος υἱὸς Ἀντιόχου. ἐς δὲ τὴν Ῥώμην οἵ τε Σκιπίωνες καὶ ὁ Ἀντίοχος πρέσβεις ἔπεμπον, καὶ ἡ βουλὴ τοῖς ἐγνωσμένοις συνετίθεντο. καὶ ἐγράφοντο συνθῆκαι τοὺς Σκιπίωνος λόγους βεβαιοῦσαί τε καὶ περὶ τῶν ἀορίστων ἐπιλέγουσαι, καὶ βραχέα ἄττα προσεπιλαμβάνουσαι, ὅρον μὲν Ἀντιόχῳ τῆς ἀρχῆς εἶναι δύο ἄκρας, Καλύκαδνόν τε καὶ Σαρπηδόνιον, καὶ τάσδε μὴ παραπλεῖν Ἀντίοχον ἐπὶ πολέμῳ, ναῦς δὲ καταφράκτους ἔχειν δώδεκα μόνας, αἷς ἐς τοὺς ὑπηκόους πολέμου κατάρχειν: πολεμούμενον δὲ καὶ πλέοσι χρῆσθαι: μηδένα δ᾽ ἐκ τῆς Ῥωμαίων ξενολογεῖν, μηδὲ φυγάδας ἐξ αὐτῆς ὑποδέχεσθαι, καὶ τὰ ὅμηρα διὰ τριετίας ἐναλλάσσειν, χωρίς γε τοῦ παιδὸς Ἀντιόχου. ταῦτα συγγραψάμενοί τε καὶ ἐς τὸ Καπιτώλιον ἐς δέλτους χαλκᾶς ἀναθέντες, οὗ καὶ τὰς ἄλλας συνθήκας ἀνατιθέασιν, ἔπεμπον ἀντίγραφα Μαλλίῳ Οὐούλσωνι τῷ διαδεδεγμένῳ τὴν Σκιπίωνος στρατηγίαν. ὁ δ᾽ ὤμνυ τοῖς Ἀντιόχου πρέσβεσι περὶ Ἀπάμειαν τῆς Φρυγίας, καὶ ὁ Ἀντίοχος ἐπὶ τοῦτο πεμφθέντι Θέρμῳ χιλιάρχῳ. τοῦτο μὲν δὴ Ἀντιόχῳ μεγάλῳ τοῦ πρὸς Ῥωμαίους πολέμου τέλος ἦν. καὶ ἐδόκει μέχρι τοῦδε προελθεῖν μόνου διὰ χάριν τὴν ἐς τὸν παῖδα τὸν Σκιπίωνος Ἀντιόχῳ γενομένην:
Übersetzungen
All the terms offered by Scipio were accepted by the ambassadors. That part of the money which was to be paid down, and the twenty hostages, were furnished. Among the latter was Antiochus, the younger son of Antiochus. The Scipios and Antiochus both sent messengers to Rome. The Senate ratified their acts, and a treaty was written carrying out Scipio's views, a few things being added or made plain that had been left indefinite. The boundaries of the dominions of Antiochus were to be the two promontories of Calycadnus and Sarpedonium, beyond which he should not sail for purposes of war. He should have only twelve war-ships for the purpose of keeping his subjects under control, but he might have more if he were attacked. He should not recruit mercenaries from Roman territory nor entertain fugitives from the same, and the hostages should be changed every third year, except the son of Antiochus. This treaty was engraved on brazen tablets and deposited in the Capitol (where it was customary to deposit such treaties), and a copy of it was sent to Manlius Vulso, Scipio's successor in the command. He administered the oath to the ambassadors of Antiochus at Apamea in Phrygia, and Antiochus did the same to the tribune, Thermus, who was sent for this purpose. This was the end of the war between Antiochus the Great and the Romans, and some thought that it was by reason of the favor extended by Antiochus to Scipio's son that it went no farther.
 
#11
Quellenangabe
Zonaras 9.20 = Cass. Dio 19.20.
Quellentext
διὸ καὶ Γναῖος Μάλλιος ὁ τὴν ἀρχὴν σφῶν διαδεξάμενος οὐκ ἠρκέσθη τοῖς σθγκειμένοις, ἀλλὰ πλείω αὐτὸν ἀπῄτησε, πρὸς δὲ καὶ ὁμήρους δοῦναι ἐκέλευσεν ἄλλους τε καὶ τὸν υἱὸν Ἀντίοχον, καὶ τοὺς αὐτομόλους πάντας ἐκδοῦναι, ἐν οἷς καὶ ὁ Ἀννίβας ἦν.
Übersetzungen
Hence Gnaeus Manlius, who succeeded them in office, was not pleased with the terms agreed upon, and he made additional demands upon the king, besides requiring him to give hostages, one of whom should be his son Antiochus, and to deliver up all the deserters, among them Hannibal.
 
#12
Quellenangabe
Eutrop 4.4.3.
Quellentext
Tum rex pacem petit. Isdem condicionibus data est a senatu, quamquam victo, quibus ante offerebatur: ut ex Europa et Asia recederet atque intra Taurum se contineret, decem milia talentorum et viginti obsides praeberet, Hannibalem, concitatorem belli, dederet.
Übersetzungen
Und nun bat Antiochos um Frieden. Dieser wurde ihm, obwohl er jetzt besiegt war, dennoch unter den selben Bedingungen wie früher vom Senat angeboten: er solle sich aus Europa und Asien zurückziehen und hinter dem Tauros halten; er solle 10.000 Talente und 20 Geiseln geben; er solle Hannibal, den Anstifter des Krieges, ausliefern.
 
#13
Quellenangabe
Liv. 42.6.9.
Quellentext
ea merita in senatus fuisse, cum Romae esset, eam comitatem iuuentutis, ut pro rege, non pro obside omnibus ordinibus fuerit.
Übersetzungen
Die Verdienste des Senats gegen ihn seien so groß gewesen, als er in Rom war, und ebenso die Freundlichkeit der jungen Leute, daß er allen Ständen als König, nicht als Geisel gegolten habe.
 
#14
Quellenangabe
Polybios 21.42.14-22.
Quellentext
μηδὲ πλείτωσαν ἐπὶ τάδε τοῦ Καλυκάδνου καὶ Σαρπηδονίου ἀκρωτηρίου, εἰ μὴ φόρους ἢ πρέσβεις ἢ ὁμήρους ἄγοιεν. [15] μὴ ἐξέστω δὲ Ἀντιόχῳ μηδὲ ξενολογεῖν ἐκ τῆς ὑπὸ Ῥωμαίους ταττομένης μηδ᾽ ὑποδέχεσθαι τοὺς φεύγοντας.[16] ὅσαι δὲ οἰκίαι Ῥοδίων ἢ τῶν συμμάχων ἦσαν ἐν τῇ ὑπὸ βασιλέα Ἀντίοχον ταττομένῃ ταύτας εἶναι Ῥοδίων, ὡς καὶ πρὸ τοῦ τὸν πόλεμον ἐξενεγκεῖν.[17] καὶ εἴ τι χρῆμα ὀφείλετ᾽ αὐτοῖς, ὁμοίως ἔστω πράξιμον: καὶ εἴ τι ἀπελήφθη ἀπ᾽ αὐτῶν, ἀναζητηθὲν ἀποδοθήτω. ἀτελῆ δὲ ὁμοίως ὡς καὶ πρὸ τοῦ πολέμου τὰ πρὸς τοὺς Ῥοδίους ὑπαρχέτω. εἰ δέ τινας τῶν πόλεων,[18] ἃς ἀποδοῦναι δεῖ Ἀντίοχον, ἑτέροις δέδωκεν Ἀντίοχος, ἐξαγέτω καὶ ἐκ τούτων τὰς φρουρὰς καὶ τοὺς ἄνδρας. ἐὰν δέ τινες ὕστερον ἀποτρέχειν βούλωνται, μὴ προσδεχέσθω.[19] ἀργυρίου δὲ δότω Ἀντίοχος Ἀττικοῦ Ῥωμαίοις ἀρίστου τάλαντα μύρια δισχίλια ἐν ἔτεσι δώδεκα, διδοὺς καθ᾽ ἕκαστον ἔτος χίλια: μὴ ἔλαττον δ᾽ ἑλκέτω τὸ τάλαντον λιτρῶν Ῥωμαϊκῶν ὀγδοήκοντα: καὶ μοδίους σίτου πεντηκοντακισμυρίους καὶ τετρακισμυρίους.[20] δότω δὲ Εὐμένει τῷ βασιλεῖ τάλαντα τριακόσια πεντήκοντα ἐν ἔτεσι τοῖς πρώτοις πέντε, ἑβδομήκοντα κατὰ τὸ ἔτος, τῷ ἐπιβαλλομένῳ * καιρῷ, ᾧ καὶ τοῖς Ῥωμαίοις ἀποδίδωσι, καὶ τοῦ σίτου,[21] καθὼς ἐτίμησεν ὁ βασιλεὺς Ἀντίοχος, τάλαντα ἑκατὸν εἴκοσιν ἑπτὰ καὶ δραχμὰς χιλίας διακοσίας ὀκτώ: ἃ συνεχώρησεν Εὐμένης λαβεῖν, γάζαν εὐαρεστουμένην ἑαυτῷ.[22] ὁμήρους δὲ εἴκοσι διδότω Ἀντίοχος, δι᾽ ἐτῶν τριῶν ἄλλους ἀνταποστέλλων, μὴ νεωτέρους ἐτῶν ὀκτωκαίδεκα μηδὲ πρεσβυτέρους τετταράκοντα πέντε.
Übersetzungen
He shall not sail west of the river Calycadnus and the promontory of Sarpedon, except to convey tribute or ambassadors or hostages.
"It shall not be lawful for Antiochus to enlist soldiers or receive exiles from the territory subject to Rome.
"Such houses as belonged to the Rhodians or their allies, in the territory subject to Antiochus, shall continue to belong to the Rhodians as before the war: any money owed to them shall still be recoverable: and any property left behind by them, if sought for, shall be restored.
"The Rhodians shall, as before the war, be free from tribute.
"If Antiochus has given any of the towns to others which he is bound to restore, he shall remove from them also his garrisons and men. And if any shall wish hereafter to desert to him, he shall not receive them.
"Antiochus shall pay to the Romans ten thousand talents, in ten yearly instalments, of the best Attic silver, each talent to weigh not less than eighty Roman pounds, and ninety thousand medemni of corn.

"Antiochus shall pay to king Eumenes three hundred and fifty talents in the five years next following, in yearly instalments of seventy talents; and in lieu of the corn, according to the valuation of Antiochus himself, one hundred and twenty-seven talents, two hundred and eight drachmae, which sum Eumenes has consented to accept 'as satisfying his claims.'
"Antiochus shall give twenty hostages, not less than eighteen nor more than forty-five years old, and change them every three years.
 
#15
Quellenangabe
Liv. 38.38.9-15.
Quellentext
Elephantos tradito omnis neque alios parato. Tradito et naues longas armamentaque earum, neu plures quam decem naues actuarias, quarum nulla plus quam triginta remis agatur, habeto, neue monerem [ex] belli causa, quod ipse illaturus erit. Ne nauigato citra Calycadnum neu Sarpedonium promunturia, extra quam si qua nauis pecuniam stipendium aut legatos aut obsides portabit. Milites mercede conducendi ex iis gentibus, quae sub dicione populi Romani sunt, Antiocho regi ius ne esto, ne uoluntarios quidem recipiendi. Rhodiorum sociorumue quae aedes aedificiaque intra fines regni Antiochi sunt, quo iure ante bellum fuerunt, eo Rhodiorum sociorumue sunto; si quae pecuniae debentur, earum exactio esto; si quid ablatum est, id conquirendi cognoscendi repetendique item ius esto. Si quas urbes, quas tradi oportet, ii tenent, quibus Antiochus dedit, et ex iis praesidia deducito, utique recte tradantur, curato. Argenti probi talenta Attica duodecim milia dato intra duodecim annos pensionibus aequis—talentum ne minus pondo octoginta Romanis ponderibus pendat—et tritici quingenta quadraginta milia modium. Eumeni regi talenta trecenta quinquaginta intra quinquennium dato, et pro frumento, quod aestimatione fit, talenta centum uiginti septem. Obsides Romanis uiginti dato et triennio mutato, ne minores octonum denum annorum neu maiores quinum quadragenum.
Übersetzungen
Er soll auch die Kriegsschiffe und ihre Takelage ausliefern und nicht mehr als zehn Schnellruderer haben, davon keinen mit mehr als 30 Rudern, und auch keine kleineren für den Einsatz in einem Krieg, den er selbst anfangen will. Und er soll nicht über das Kap von Kalykadnos und das von Sarpedon hinausfahren, es sei denn, daß ein Schiff Geld für die Abgaben oder Gesandte oder Geiseln transportiert. König Antiochos soll nicht das Recht haben, Soldaten aus den Völkerschaften, die unter der Herrschaft des römischen Volkes stehen, in Sold zu nehmen, nicht einmal, sie als Freiwillige anzunehmen. Was an Häusern und Gebäuden der Rhodier oder ihrer Bundesgenossen im Gebiet von Antiochos* Königreich ist, soll mit demselben Recht, mit dem es ihnen vor dem Krieg gehört hat, den Rhodiern oder ihren Bundesgenossen gehören. Wenn irgendwelche Gelder geschuldet werden, sollen sie eingetrieben werden. Wenn etwas beiseite geschafft worden ist, soll ebenso das Recht bestehen, danach zu suchen, es als sein Eigentum zu erkennen und es zurückzufordern. Wenn irgendwelche Städte, die abgetreten werden müssen, in der Hand von Leuten sind, denen Antiochos sie gegeben hat, so soll er auch aus ihnen die Besatzungen abziehen und dafür sorgen, daß sie ordnungsgemäß übergeben werden. 12 000 attische Talente guten Silbers soll er innerhalb von zwölf Jahren in gleichmäßigen Raten zahlen, das Talent zu nicht weniger als 80 römischen Pfund, und 540 000 Scheffel Weizen liefern. König Eumenes soll er 350 Talente innerhalb von fünf Jahren zahlen und für das Getreide, das sich aus der Schätzung ergibt, 127 Talente. Er soll den Römern 20 Geiseln geben, nicht jünger als 18 Jahre und nicht älter als 45, und sie im Verlauf von drei Jahren auswechseln.
 
#16
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Appian, Syr. 38
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δίδομεν δὲ ὅσα καὶ πρότερον αὐτῷ προὐτείνομεν, μικρὰ ἄττα προσθέντες, ὅσα καὶ ἡμῖν ἔσται χρήσιμα καὶ αὐτῷ λυσιτελῆ πρὸς τὸ μέλλον ἐς ἀσφάλειαν, ἀπέχεσθαι μὲν αὐτὸν τῆς Εὐρώπης ὅλης καὶ Ἀσίας τῶν ἐπὶ τάδε τοῦ Ταύρου ῾καὶ τούτοις ὅροι τεθήσονταἰ, παραδοῦναι δ᾽ ἐλέφαντας ὅσους ἔχει καὶ ναῦς ὅσας ἂν ἐπιτάξωμεν, ἔς τε λοιπὸν ἐλέφαντας μὲν οὐκ ἔχειν, ναῦς δὲ ὅσας ἂν ὁρίσωμεν, δοῦναι δὲ καὶ εἴκοσιν ὅμηρα, ἃ ἂν ὁ στρατηγὸς ἐπιγράψῃ, καὶ χρήματα ἐς τὴν τοῦδε τοῦ πολέμου δαπάνην, δι᾽ αὐτὸν γενομένου, τάλαντα Εὐβοϊκὰ αὐτίκα μὲν ἤδη πεντακόσια, καὶ ὅταν τάσδε τὰς σπονδὰς ἡ σύγκλητος ἐπιψηφίσῃ, δισχίλια καὶ πεντακόσια, δώδεκα δ᾽ ἔτεσιν ἄλλοις ἕτερα μύρια καὶ δισχίλια, τὸ μέρος ἑκάστου ἔτους ἀναφέροντα ἐς Ῥώμην: ἀποδοῦναι δ᾽ ἡμῖν αἰχμάλωτα καὶ αὐτόμολα πάντα, καὶ Εὐμένει ὅσα λοιπὰ τῆς πρὸς Ἄτταλον τὸν Εὐμένους πατέρα συνθήκης ἔχει. ταῦτα Ἀντιόχῳ πράττοντι ἀδόλως δίδομεν εἰρήνην τε καὶ φιλίαν, ὅταν ἡ σύγκλητος ἐπιψηφίσῃ.
Übersetzungen
We will offer him the same conditions as before, adding a few which will be equally for our own and his future advantage. He must abandon Europe altogether and all of Asia this side of the Taurus, the boundaries to be fixed hereafter; he shall surrender all the elephants he has, and such number of ships as we may prescribe, and for the future keep no elephants and only so many ships as we allow; must give twenty hostages, whom the consul will select, and pay for the cost of the present war, incurred on his account, 500 Euboïc talents down and 2500 more when the Senate ratifies the treaty; and 12,000 more during twelve years, each yearly installment to be delivered in Rome. He shall also surrender to us all prisoners and deserters, and to Eumenes whatever remains of the possessions he acquired by his agreement with Attalus, the father of Eumenes. If Antiochus accepts these conditions without guile we will grant him peace and friendship subject to the Senate's ratification.
 
#17
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Polybios 21.17.8-12.
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πίστιν δὲ τούτων ὁμήρους εἴκοσι δοῦναι παραχρῆμα τὸν Ἀντίοχον τοὺς παραγραφέντας. [9] ταῦτα μὲν οὖν ὁ Πόπλιος ἀπεφήναθ᾽ ὑπὲρ παντὸς τοῦ συνεδρίου. συγκαταθεμένων δὲ τῶν περὶ τὸν Ἀντίπατρον καὶ Ζεῦξιν, ἔδοξε πᾶσιν ἐξαποστεῖλαι πρεσβευτὰς εἰς τὴν Ῥώμην τοὺς παρακαλέσοντας τὴν σύγκλητον καὶ τὸν δῆμον ἐπικυρῶσαι τὰς συνθήκας. [10] καὶ τότε μὲν ἐπὶ τούτοις ἐχωρίσθησαν, ταῖς δ᾽ ἑξῆς ἡμέραις οἱ Ῥωμαῖοι διεῖλον τὰς δυνάμεις [11] ... μετὰ δέ τινας ἡμέρας παραγενομένων τῶν ὁμήρων εἰς τὴν Ἔφεσον, εὐθέως ἐγίνοντο περὶ τὸ πλεῖν εἰς τὴν Ῥώμην ὅ τ᾽ Εὐμένης οἵ τε παρ᾽ Ἀντιόχου πρεσβευταί, [12] παραπλησίως δὲ καὶ παρὰ Ῥοδίων καὶ παρὰ Σμυρναίων καὶ σχεδὸν τῶν ἐπὶ τάδε τοῦ Ταύρου πάντων τῶν κατοικούντων ἐθνῶν καὶ πολιτευμάτων ἐπρέσβευον εἰς τὴν Ῥώμην.
Übersetzungen
as security Antiochus was to give at once the twenty hostages whose names were appended. Such was the decision which Scipio pronounced in the name of the whole Council. Upon Antipater and Zeuxis accepting the terms, it was universally decided to send envoys to Rome to beg the Senate and People to ratify the peace, and on this understanding the envoys took leave. On the following days the Romans divided their forces ... and a few days afterwards, when the hostages arrived at Ephesus, Eumenes and the envoys of Antiochus prepared to sail for Rome, as well as embassies from Rhodes, Smyrna, and almost all peoples and cities on this side Taurus.
 
#18
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Asconius, in Pisonem 13
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Tradunt et Antiochi regis filio obsidi domum publice aedificatam, inter quos Atticus in annali: quae postea dicitur Lucili poetae fuisse.
Übersetzungen
Authors, among them Atticus in his "Book of Years", record that a house was built at public expense for the son of king Antiochus a hostage which is said to have belonged later to Lucilius the poet.
 
#19
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Diodor 29.10f.
Quellentext
10. Ὅτι ὁ Ἀντίοχος ἀπογνοὺς τὸν πόλεμον ἀπέστειλε πρέσβεις πρὸς τὸν ὕπατον ἀξιῶν αὑτῷ2 συγγνώμην δοθῆναι περὶ τῶν ἡμαρτημένων καὶ τυχεῖν ἐφ᾿ οἷς δυνατόν ἐστι τῆς εἰρήνης. ὁ δὲ ὕπατος διατηρῶν τὴν πάτριον τῆς Ῥώμης ἐπιείκειαν καὶ παρακληθεὶς ὑπὸ τοῦ ἀδελφοῦ Ποπλίου συνεχώρησε τὴν εἰρήνην ἐπὶ τοῖσδε· ἐκχωρῆσαι τὸν βασιλέα τοῖς Ῥωμαίοις τῆς τε Εὐρώπης καὶ τῆς ἐπὶ τάδε τοῦ Ταύρου χώρας καὶ τῶν ἐν αὐτῇ πόλεων καὶ ἐθνῶν· παραχωρῆσαι δὲ τῶν τε ἐλεφάντων καὶ μακρῶν νηῶν, καὶ τὰς δαπάνας τὰς γεγενημένας εἰς τὸν πόλεμον ἀποδοῦναι, ὧν ἦν ἡ διατίμησις ταλάντων Εὐβοϊκῶν μυρίων πεντακισχιλίων· ἐκδότους δὲ παραδοῦναι τόν τε Καρχηδόνιον Ἀννίβαν καὶ τὸν Αἰτωλὸν Θόαντα καί τινας ἑτέρους, καὶ ὁμήρους εἴκοσι, οὓς ἂν3 ἀπογράψωσι Ῥωμαῖοι. ὁ δὲ πάντα προσδεξάμενος διὰ τὴν τῆς εἰρήνης ἐπιθυμίαν ἀπελύθη τοῦ πολέμου.
Übersetzungen
[10.1] Antiochus abandoning the conflict in despair, dispatched an embassy to the consul, requesting pardon for his errors and the granting of peace on whatever terms possible. The consul, adhering to the traditional Roman policy of fair dealing, and moved by the appeals of his brother Publius, granted peace on the following terms: the king must withdraw, in favour of the Romans, from Europe and from the territory on this side Taurus and the cities and nations included therein; he must surrender his elephants and warships, and pay in full the expenses incurred in the war, which were assessed at 5,000 Euboean talents; and he must deliver up Hannibal the Carthaginian, Thoas the Aetolian, and certain others, together with twenty hostages to be designated by the Romans. In his desire for peace Antiochus accepted all the conditions and brought the fighting to a close.
 
#20
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Livius per. 46.11f.
Quellentext
Res praeterea adversus Liguras et Corsos et Lusitanos vario eventu gestas et motus Syriae mortuo Antiocho, qui filium Antiochum puerum admo- dum reliquerat, continet. Hunc Antiochum puerum cum Lysia tutore Demetrius Seleuci filius, qui Romae obses fue- rat, clam, quia non dimittebatur, a Roma (avectus) interemit et ipse in regnum receptus.
Übersetzungen
Das Buch enthält außerdem mit wechselhaftem Erfolg durchgeführte Unternehmungen gegen die Ligurer, die Korsen und die Lusitaner und die Unruhen in Syrien nach dem Tod des Antiochos, der einen noch ganz jungen Sohn Antiochos hinterlassen hatte. Demetrios, der Sohn des Seleukos, der als Geisel in Rom gewesen und, weil er nicht entlassen wurde, von Rom heimlich abgereist war, tötete diesen jungen Antiochos samt seinem Vormund Lysias und wurde selbst als König anerkannt.
 
#21
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Polybios 31.2.
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ὅτι Δημήτριος ὁ τοῦ Σελεύκου πολὺν ἤδη χρόνον κατεχόμενος ἐν τῇ Ῥώμῃ κατὰ τὴν ὁμηρείαν πάλαι μὲν ἐδόκει παρὰ τὸ δίκαιον κατέχεσθαι: [2] δοθῆναι γὰρ ὑπὸ Σελεύκου τοῦ πατρὸς τῆς ἐκείνου πίστεως ἕνεκεν, Ἀντιόχου δὲ μετειληφότος τὴν βασιλείαν οὐκ ὀφείλειν ὑπὲρ τῶν ἐκείνου τέκνων ὁμηρεύειν. [3] οὐ μὴν ἀλλὰ τὸν μὲν πρὸ τοῦ χρόνον ἦγε τὴν ἡσυχίαν, καὶ μάλιστα διὰ τὴν ἀδυναμίαν: ἦν γὰρ ἔτι παῖς: [4] τότε δὲ τὴν ἀκμαιοτάτην ἔχων ἡλικίαν ἐποιήσατο λόγους, εἰσελθὼν εἰς τὴν σύγκλητον, ἀξιῶν καὶ παρακαλῶν κατάγειν αὑτὸν ἐπὶ τὴν βασιλείαν: καθήκειν γὰρ αὑτῷ μᾶλλον ἢ τοῖς Ἀντιόχου τέκνοις τὴν ἀρχήν. [5] διαθεμένου δὲ καὶ πλείονας λόγους αὐτοῦ πρὸς τὴν προειρημένην ὑπόθεσιν καὶ μάλιστα προσδραμόντος ἐν τῷ λέγειν, διότι συμβαίνει καὶ πατρίδα καὶ τροφὸν τὴν Ῥώμην ὑπάρχειν αὐτῷ, καὶ τοὺς μὲν υἱοὺς τῶν ἐκ τοῦ συνεδρίου σύμπαντας ἀδελφῶν ἔχειν διάθεσιν, τοὺς δὲ βουλευτὰς πατέρων διὰ τὸ παραγενέσθαι μὲν ἔτι νήπιος, τότε δὲ κατὰ τὴν ἡλικίαν ὑπάρχειν ἐτῶν εἴκοσι καὶ τριῶν, [6] ἐνετρέποντο μὲν ἅπαντες ἀκούοντες ἐν ἑαυτοῖς, κοινῇ γε μὴν ἔδοξε τῇ συγκλήτῳ τὸν μὲν Δημήτριον κατασχεῖν, τῷ δὲ καταλελειμμένῳ παιδὶ συγκατασκευάζειν τὴν ἀρχήν. τοῦτο δ᾽ ἐποίησεν, [7] ὡς ἐμοὶ δοκεῖν, ὑπιδομένη τὴν ἀκμὴν τοῦ Δημητρίου, μᾶλλον δὲ κρίνασα συμφέρειν τοῖς σφετέροις πράγμασι τὴν νεότητα καὶ τὴν ἀδυναμίαν τοῦ παιδὸς τοῦ διαδεδεγμένου τὴν βασιλείαν. [8] ἐγένετο δὲ τοῦτο δῆλον ἐκ τῶν μετὰ ταῦτα συμβάντων. [9] εὐθέως γὰρ καταστήσαντες πρεσβευτὰς τοὺς περὶ Γνάιον Ὀκτάουιον καὶ Σπόριον Λοκρήτιον καὶ Λεύκιον Αὐρήλιον ἐξέπεμψαν, τοὺς διοικήσοντας τὰ κατὰ τὴν βασιλείαν, [10] ὡς αὐτὴ προῃρεῖτο διὰ τὸ μηδένα τὸν ἐμποδὼν στησόμενον εἶναι τοῖς ἐπιταττομένοις, τοῦ μὲν βασιλέως παιδὸς ὄντος, τῶν δὲ προεστώτων ἀσμενιζόντων ἐπὶ τῷ μὴ παραδεδόσθαι τὰ πράγματα τῷ Δημητρίῳ: μάλιστα γὰρ τοῦτο προσεδόκων. [11] οἱ μὲν οὖν περὶ τὸν Γνάιον ἐξώρμησαν, ἔχοντες ἐντολὰς πρῶτον μὲν τὰς ναῦς τὰς καταφράκτους διαπρῆσαι, μετὰ δὲ ταῦτα τοὺς ἐλέφαντας νευροκοπῆσαι καὶ καθόλου λυμήνασθαι τὴν βασίλειον δύναμιν. [12] προσενετείλαντο δὲ τούτοις καὶ τὰ κατὰ τὴν Μακεδονίαν ἐπισκέψασθαι: συνέβαινε γὰρ τοὺς Μακεδόνας ἀήθεις ὄντας δημοκρατικῆς καὶ συνεδριακῆς πολιτείας στασιάζειν πρὸς αὑτούς. [13] ἔδει δὲ τοὺς περὶ τὸν Γνάιον καὶ τὰ περὶ τοὺς Γαλάτας καὶ τὰ κατὰ τὴν Ἀριαράθου βασιλείαν ἐποπτεῦσαι. [14] μετὰ δέ τινα χρόνον αὐτοῖς ἐπαπεστάλη γράμματα παρὰ τῆς συγκλήτου καὶ τοὺς ἐν Ἀλεξανδρείᾳ βασιλεῖς διαλῦσαι κατὰ δύναμιν. —
Übersetzungen
[2.1] Demetrius, the son of Seleucus, had now been held in hostage at Rome for many years, and it had long been thought that his detention was unjust, since he had been given by his father Seleucus as a hostage for his own good faith, and now that Antiochus had succeeded to the crown he should not be required to serve as hostage for the children of Seleucus.[3] He had, however, taken no steps previously, chiefly owing to want of capacity, as he was still a boy. [4] But now, having fully come to years of discretion, he appeared before the senate and addressing that house begged and entreated to be sent home to assume the crown, to which he said he had a better claim than the children of Antiochus. [5] When he had spoken at considerable length in this sense and especially appealed to his hearers by saying that Rome was his fatherland and his nurse, that the sons of the senators were all like brothers to him and the senators themselves like fathers, since he had come to Rome when quite an infant and was now twenty-three years of age, [6] they were all personally affected, but their public decision was to keep Demetrius in Rome and help to establish on the throne the surviving child of Antiochus IV. [7] The senate acted thus, in my opinion, because they were suspicious of a king in the prime of life like Demetrius and thought that the youth and incapacity of the boy who had succeeded to the throne would serve their purpose better. [8] This was made evident by what happened afterwards. [9] For they at once named as legates Gnaeus Octavius, Spurius Lucretius, and Lucius Aurelius and dispatched them to Syria to manage the affairs of that kingdom as the senate determined, [10] there being no one likely to oppose their orders, since the king was a child and the principal people were only too glad that the government had not been put in the hands of Demetrius, as they had been almost certain it would be. [11] Octavius and his colleagues thereupon left, with orders in the first place to burn the decked warships, next to hamstring the elephants, and by every means to cripple the royal power. [12] They were also ordered to look into the affairs of Macedonia; for the Macedonians, being unaccustomed to democratic and parliamentary government, were quarrelling among themselves. [13] The legates also had to report on the condition of Galatia and the kingdom of Ariarathes, [14] and shortly afterwards they received a dispatch from the senate ordering them to do all in their power to reconcile the kings in Alexandria.
 
#22
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Diodor. 31.18.
Quellentext
[18] Ὅτι τοῦ Πτολεμαίου τοῦ βασιλέως ἐκπεσόντος καὶ πεζῇ ἀπερχομένου εἰς Ῥώμην, ἐγνώρισεν αὐτὸν ὁ Δημήτριος ὁ τοῦ Σελεύκου, καὶ θαυμάσας τὸ παράδοξον ἐποίησέ τι βασιλικὸν καὶ μεγαλοπρεπὲς δεῖγμα τῆς ἑαυτοῦ προαιρέσεως. παραχρῆμα γὰρ3 προχειρισάμενος βασιλικὴν ἐσθῆτα καὶ διάδημα, πρὸς δὲ τούτοις καὶ ἵππον πολυτελῆ χρυσοφάλαρον, μετὰ τῶν ἰδίων παίδων ἀπήντησε τῷ Πτολεμαίῳ. συμμίξας δὲ αὐτῷ τῆς πόλεως ἀπὸ διακοσίων σταδίων καὶ φιλοφρόνως ἀσπασάμενος παρεκάλει κοσμηθέντα τοῖς τῆς βασιλείας παρασήμοις ἀξίαν ἑαυτοῦ ποιήσασθαι τὴν εἰς τὴν Ῥώμην εἴσοδον, ἵνα μὴ τελείως εὐκαταφρόνητος εἶναι δόξῃ. ὁ δὲ Πτολεμαῖος τὴν μὲν προθυμίαν ἀπεδέξατο, τοσοῦτον δὲ ἀπέσχε τοῦ δέξασθαί τι τῶν διδομένων ὥστε καὶ τὸν Δημήτριον ἠξίωσεν ἔν τινι4 τῶν κατὰ τὴν ὁδὸν πόλεων καταμεῖναι καὶ τοὺς περὶ τὸν Ἀρχίαν μετ᾿ αὐτοῦ.
Ὅτι ὁ Πτολεμαῖος ὁ βασιλεὺς Αἰγύπτου, ἐκπεσὼν τῆς βασιλείας παρὰ τοῦ ἰδίου ἀδελφοῦ, ἐν ἰδιώτου σχήματι οἰκτρῷ κατήντησεν εἰς τὴν Ῥώμην μετὰ σπάδωνος ἑνὸς καὶ τριῶν παίδων. πεπυσμένος δὲ κατὰ τὴν πορείαν τὸ κατάλυμα τὸ τοῦ Δημητρίου τοῦ τοπογράφου,1 πρὸς τοῦτον ζητήσας κατέλυσε πεφιλοξενημένον ὑπ᾿ αὐτοῦ πλεονάκις ἐν τῇ κατὰ τὴν Ἀλεξάνδρειαν ἐπιδημίᾳ· ᾤκει δὲ ἐν ὑπερῴῳ στενῷ καὶ παντελῶς εὐτελεῖ διὰ τὸ μέγεθος 3τῶν ἐν τῇ Ῥώμῃ μισθῶν. ὥστε τίς ἂν πιστεύσειεν τοῖς ὑπὸ τῶν πολλῶν νομιζομένοις ἀγαθοῖς ἢ τοὺς ὑπὲρ τὸ μέτριον εὐτυχοῦντας μακαριστοὺς ἡγήσαιτο; ὀξυτέραν γὰρ καὶ μείζονα μεταβολὴν τύχης καὶ περιπέτειαν οὕτως ἀνέλπιστον οὐκ ἄν τις ἑτέραν ῥᾳδίως εὕροι. οὐδεμιᾶς γὰρ αἰτίας ἀξιολόγου γενομένης, τὸ τηλικοῦτο τῆς βασιλείας ἀξίωμα πρὸς ἰδιωτικὴν ταπεινότητα τύχης ἐπεπτώκει, καὶ ὁ τοσαύταις μυριάσιν ἐλευθέρων ἐπιτάττων ἄφνω τρεῖς οἰκέτας ἔσχε μόνον περιλελειμμένους ἀπὸ τῶν τῆς ἰδίας τύχης ναυαγίων.
Übersetzungen
[18] As King Ptolemy, now in exile, was approaching Rome on foot, Demetrius the son of Seleucus recognized him, and shocked by his strange plight, gave a truly royal and magnificent example of his own character. For he prepared at once a royal costume and diadem, and in addition a valuable horse with trappings of gold, and with his family went out to meet Ptolemy. Encountering him at a distance of two hundred stades from the city and giving him a friendly salute, he urged him to adorn himself with the insignia of kingship, and make an entrance into Rome worthy of his rank, so that he might not be thought a person of no account whatever. Ptolemy appreciated his zeal, but was so far from accepting any part of the offer that he even asked Demetrius to remain behind in one of the towns along the way, and wanted Archias and the others to remain with him.
Ptolemy, the king of Egypt, having been driven from the kingdom by his own brother, repaired to Rome in the miserable garb of a commoner, accompanied by but one eunuch and three slaves. Discovering while still on the way the address of Demetrius the topographer, he sought him out and lodged with him, a man whom he had often entertained when he was resident in Alexandria; now, because rents at Rome were so high, he was living in a small and altogether shabby garret. In the light of this, who, pray, would put his faith in the things that the multitude consider good, or would regard as enviable those whose good fortune is more than average? Indeed, it would be hard to find a change in fortune sharper and greater than this, or a reversal so unexpected. For no cause or occasion worth mentioning, his high and kingly estate was brought down to the lowly fortune of a commoner, and he who commanded all those thousands of free men of a sudden had only three servants left him from the shipwreck of his personal fortune.
 
#23
Quellenangabe
Zonaras 9.21 = Cass. Dio 19.65.
Quellentext
Γαΐοθ δὲ Φλαμινίου καὶ Αἰμιλίου Λεπίδου ὑπατευόντων μετέπειτα ὁ Ἀντίοχος ἔθανε, καὶ αὐτὸν ὁ υἱὸς ὁ Σέλευκος διεδέξατο· τελευτήσαντος δὲ κἀκείνου πολλῷ ὕστερον ὁ εἰς τὴν Ῥώμην ὁμηρεύων Ἀντίοχος ἐβασιλευσεν.
Übersetzungen
Danach, als Gaius Flaminius und Aemilius Lepidus Konsuln waren, starb Antiochos, und sein Sohn Seleukos wurde sein Nachfolger. Als dieser viel später starb wurde Antiochos, der in Rom als Geisel war, König.
 
#24
Quellenangabe
Justin 34.3.
Quellentext
Mittitur itaque legatus Popilius ad Antiochum, qui abstinere illum Aegypto aut, si iam incessisset, excedere iuberet. 2 Cum in Aegypto eum invenisset osculumque ei rex obtulisset (nam coluerat inter ceteros Popilium Antiochus, cum obses Romae esset), tunc Popilius facessere interim privatam amicitiam iubet, cum mandata patriae intercedant; 3 prolatoque senatus decreto et tradito, cum cunctari eum videret consultationemque ad amicos referre, ibi Popilius virga, quam in manu gerebat, amplo circulo inclusum, ut amicos caperet, consulere eos iubet nec prius inde exire, quam responsum senatui daret, aut pacem aut bellum cum Romanis habiturum. 4 Adeoque haec austeritas animum regis fregit, ut pariturum se senatui responderet. 5 Reversus in regnum Antiochus decedit relicto parvulo admodum filio, 6 cui cum tutores dati a populo essent, patruus eius Demetrius, qui obses Romae erat, cognita morte fratris Antiochi senatum adiit: obsidem se vivo fratre venisse, quo mortuo cuius obses sit, se ignorare. 7 Dimitti igitur se ad regnum petendum aequum esse, quod, sicut iure gentium maiori fratri cesserit, ita nunc sibi, qui pupillum aetate antecedat, deberi. 8 Cum se non dimitti animadverteret a senatu, tacito iudicio tutius apud pupillum quam apud eum regnum futurum arbitrante, specie venandi ab urbe profectus Ostiis tacitus cum fugae comitibus navem conscendit. 9 Delatus in Syriam secundo favore omnium excipitur, regnumque ei occiso pupillo ac tutoribus traditur.
Übersetzungen
So wird denn Popilius als Gesandter an Antiochos geschickt, der ihm die Weisung überbringen solle, von Ägypten die Hände zu lassen oder, wenn er bereits eingedrungen sei, es wieder zu räumen. Als er ihn nun tatsächlich bereits in Ägypten antraf und der König ihm den Bruderkuß anbot - denn Antiochos hatte unter anderen gerade auch mit Popilius ein freundschaftliches Verhältnis angesponnen zu der Zeit, da er in Rom als Geisel gelebt hatte -, da beschied er ihn mit Nachdruck, für persönliche Freundschaft sei so lange kein Raum, als sein politischer Auftrag noch querliege; mit diesen Worten zog er den Senatsbeschluß hervor und händigte ihn dem König ein; und als er ihn zögern sah, so als wolle er die Angelegenheit erst seinen Vertrauten zur Beratung vorlegen, da zog Popilius mit dem Stock, den er in den Händen trug, einen Kreis um ihn, weit genug, so daß er auch die Vertrauten mit umfaßte, und hieß sie jetzt gleich beraten und nicht eher diese Linie überschreiten, als bis der König dem Senat geantwortet habe, ob er Krieg oder Frieden mit den Römern haben wolle. Und diese Schroffheit brach den Mut des Königs so sehr, daß er antwortete, er werde dem Senat gehorchen.
In sein Königtum zurückgekehrt starb Antiochos unter Hinterlassung eines noch recht kleinen Sohnes. Für diesen wurden nun zwar vom Volk Vormünder eingesetzt; aber als sein Onkel Demetrios, der als Geisel in Rom war, den Tod seines Bruders Antiochos erfuhr, wandte er sich an den Senat: er sei doch zu Lebzeiten seines Bruders als dessen Geisel nach Rom gekommen; nun, da jener tot sei, wisse er selbst nicht mehr, wessen Geisel er eigentlich sei. So sei es denn nun recht und billig, daß man ihn nach Hause lasse, damit er sich um den Thron bewerben könne, der, wie er selbst nach allgemeinem Rechte hinter seinem älteren Bruder zurückgestanden sei, so jetzt ihm, der ja an Alter dem Knaben vorausgehe, gebühre. Als er jedoch merkte, daß er nicht damit rechnen könne, vom Senat - der unausgesprochen der Meinung war, es sei sicherer, wenn das Königtum in der Hand eines Kindes als in der seinen sei - entlassen zu werden, machte er sich unter dem Schein eines Jagdausfluges aus Rom fort und bestieg in aller Heimlichkeit mit einigen Fluchtgefährten in Ostia ein Schiff. So gelangte er nach Syrien und wurde willig und mit allgemeinem Beifall aufgenommen, das Kind wurde samt seinen Vormündern getötet, ihm selbst aber das Königtum übertragen.
(Otto Seel)
Literatur (Auswahl)
Walker, Hostages, S. 275-280, S. 228f. Case-Nr. 122.
Schmitt, Staatsverträge III, S. 139.
Akteur
 
#1
Name, Titel/Rang
Antiochos III., König
Rolle
Vertragspartner
Dynastie
Seleukiden
 
#2
Name, Titel/Rang
Cn. manlius Vulso
Rolle
Vertragspartner
Zugehörigkeit
Rom
 
#3
Name, Titel/Rang
Lucius Cornelius Scipio
Rolle
Vertragspartner
Zugehörigkeit
Rom
 
#4
Name, Titel/Rang
Seleukos IV., König
Rolle
Vertragspartner
Zugehörigkeit
Seleukidenreich
Dynastie
Seleukiden
Religiöse Konstellation
(Keine Auswahl)
Art der Übereinkunft
Friedensvertrag
Weitere Sicherheitsinstrumente
Befristung
Nein
Anzahl der Geiseln
20
Personenangaben zu den Geiseln
 
#1
Name, Titel
Antiochos
Zugehörigkeit
Sohn Antiochos
Geschlecht
männlich
Stand
Adel
 
#2
Name, Titel
19 weitere Geiseln
Zugehörigkeit
Seleukiden
Geschlecht
männlich
Alter
18
 
#3
Name, Titel
Demetrios
Zugehörigkeit
Sohn Seleukos IV.
Geschlecht
männlich
Alter
10
Stand
Adel
Antritt der Vergeiselung
ja
Aufenthaltsort der Geiseln
Rom
Unterbringung/Verwahrung
eigenes Haus in Rom, keine Bewachung
Schicksal der Geiseln
Terminus
Semantisches Feld 'Sicherheit'
certo, pax, ἀσφάλεια (asphaleia)
Terminus 'Übereinkunft'
foedus, συνθήκη (syntheke)