Geiselstellungen von der Antike bis zur Neuzeit

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Name
 
-0051 Geiselstellung der Teberani an Statthalter Marcus Tullius Cicero
Name
-0051 Geiselstellung der Teberani an Statthalter Marcus Tullius Cicero
Vorausgegangener Konflikt
Unterwerfung der freien Kilikier
Datum/Zeitangabe
-51
Inhalt/Kommentar
Das einzige militärische Kommando in der Karriere Ciceros führte ihn ebenfalls nach Kilikien. Dort belagerte er Pindenissum und zerstörte es, woraufhin ihm die benachbarten Teberani Geiseln schickten, aus Angst dasselbe Schicksal zu erleiden. Dieser Fall illustriert nochmals die argumentative Funktion von Geiselnahmen vor der Beantragung eines Triumphes. Cicero nennt nämlich die Geiseln in seinem Brief an Cato, in welchem er auch auf seinen offiziellen Bericht an den Senat verweist, der ausführlich seine Taten darstellt. Er bittet Cato darum, sich für die Bewilligung einer supplicatio zu seinen Ehren einzusetzen, die ein wichtiges Element in der Erlangung eines Triumphes darstellt.
Quellenangabe
 
#1
Quellenangabe
Cic. ad fam. 15.4.10.
Quellentext
his erant finitimi pari scelere et audacia Tebarani. ab iis Pindenisso capto obsides accepi;
Übersetzungen
Ihre Nachbarn, die Tebaraner, nicht weniger frech und ruchlos, stellten nach der Einnahme von Pindenissus Geiseln.
Literatur (Auswahl)
Walker, Hostages, Case-Nr. 230.
Mundt, Felix; Ciceros “Commentarioli belli Ciliciensis”. Fam. 15, 4 und andere Briefe aus Kilikien, in: Philologus 148, 2004, S. 255-273.
Akteur
 
#1
Name, Titel/Rang
Marcus Tullius Cicero / Statthalter
Rolle
Vertragspartner
Zugehörigkeit
Rom
Religiöse Konstellation
(Keine Auswahl)
Art der Übereinkunft
(Keine Auswahl)
Weitere Sicherheitsinstrumente
Befristung
Nein
Personenangaben zu den Geiseln
 
#1
Geschlecht
(Keine Auswahl)
Antritt der Vergeiselung
ja
Schicksal der Geiseln
Terminus