Geiselstellungen von der Antike bis zur Neuzeit

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Name
 
1239 Geiselstellung an Friedrich II. durch Paul Traversaria (podestà von Ravenna)
Name
1239 Geiselstellung an Friedrich II. durch Paul Traversaria (podestà von Ravenna)
Vorausgegangener Konflikt
Kaiserlich-päpstliche bzw. guelfisch-ghibellinische Auseinandersetzungen in Italien
Datum/Zeitangabe
1239/40
Inhalt/Kommentar
Nachdem Paul Traversaria, der podestà von Ravenna, im Juni 1239 die Seiten gewechselt und sich mit den Gegnern Kaiser Friedrichs II. (Venedig, Bologna und Papst Gregor IX.) verbündet hatte, soll der Kaiser dessen Tochter Aica, welche zuvor als Geisel übergeben worden war, lebendig verbrannt haben. Dies wäre die Reaktion auf einen Vertragsbruch von Seiten Ravennas gewesen. Diese Darstellung stammt aus der Feder des 1283 schreibenden Salimbene de Adam, der ein negatives Bild Friedrichs II. skizziert und diesem allerlei Unbill unterstellt, was die Glaubwürdigkeit dieser Episode zumindest trübt.
Quellenangabe
 
#1
Quellenangabe
Salimbene de Adam, Cronica, a. 1240, MGH SS 32, S. 171 f.
Quellentext
Revera imperator Fridericus acceperat Aicam domni Pauli Traversarii filiam et miserat eam obsidem in Apuliam. Postmodum vero iratus imperator contra patrem ipsius puelle fecit eam precipitari in fonracem ignis ardentis, et sic animam celo dedit.
Hyperlink zur Quelle
www.dmgh.de/de/fs1/object/display/bsb00000784_00203.html
Quellenart
Chronik
Literatur (Auswahl)
Kosto, Hostages, S. 51; RI 5.1.1, Nr. 2994b, url: http://www.regestaimperii.
de/regesten/5-1-1-staufer/nr/1239-06-22_1_0_5_1_1_3518_2449b.html.
Akteur
 
#1
Name, Titel/Rang
Paul Traversaria, podestà von Ravenna
Rolle
Vertragspartner
Religiöse Konstellation
innerchristlich
Art der Übereinkunft
Bündnis
Geltungsbereich
Ravenna
Weitere Sicherheitsinstrumente
Befristung
Nein
Anzahl der Geiseln
1
Personenangaben zu den Geiseln
 
#1
Name, Titel
Aica, Tochter des Paul Traversaria
Zugehörigkeit
Ravenna
Geschlecht
weiblich
Antritt der Vergeiselung
ja
Aufenthaltsort der Geiseln
Apulien
Schicksal der Geiseln
Terminus