Geiselstellungen von der Antike bis zur Neuzeit

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Name
 
0984 Geiselstellung an Erzbischof Adalbero von Reims durch den lothringischen Adel
Name
0984 Geiselstellung an Erzbischof Adalbero von Reims durch den lothringischen Adel
Datum/Zeitangabe
984
Inhalt/Kommentar
Adalbero gewinnt die meisten lothringischen Großen für den Anschluß an den mit König Lothar geschlossenen Pakt vor dem Johannesaltar (Reg. 956 n/1) und empfängt von ihnen Geiseln. Sie verpflichten sich zur Anerkennung Ottos III....Der Anhang König Lothars in Lothringen ist durch die Vorgänge in Compiegne (Reg. 969e) entschieden geschwächt worden; dennoch vereinen sich die hartnäckigsten Gegner der Ottonen, die Reginare im Hennegau und Karl von Niederlothringen zu neuen Umtrieben gegen Otto III., die sich auch gegen Notger von Lüttich richten. Die Verschworenen haben listiger Weise Hugo Capet einzufangen gesucht, der am 18. Juni eine in freundschaftlichen Formen verlaufende Zusammenkunft mit König Lothar gehabt hat; die Folge dieser Annäherung war zweifellos die Freilassung eines Teiles der Verduner Gefangenen, des Neffen Hugo Capets, Herzogs Theoderich von Oberlothringen, des Grafen Sigfried des Älteren von Luxemburg und der Grafen Gozilo und Bardo von Bastnach, für die ihr Bruder, Bischof Ascelin von Laon, eingetreten sein dürfte. Nur von Gotfried von Verdun wurde die Erfüllung so schwerer Forderungen verlangt, daß er es vorzog, in der Gefangenschaft zu verbleiben. Er sollte Mons und die Grafschaft Hennegau an den Grafen Reginar abtreten, für sich und seinen Sohn Adalbero auf die Grafschaft und das Bistum Verdun verzichten, für alle übrigen Herrschaftsgebiete die Belehnung durch König Lothar empfangen und Geiseln stellen. Er lehnt diese Bedingungen, deren Erfüllung den Verlust eines großen Teiles Lothringens an Frankreich zufolge gehabt hätte, standhaft ab.
Quellenangabe
 
#1
Quellenangabe
Gerbert of Reims, Epp. 35, 57 (MGH BdK 2:63) (PL 137:509; 139:212)
Quellentext
(57) At cum ageretur ut senior meus filio imperatoris advocatus foret, eaque de causa dati obsides essent, fratris mei crebris legatis filium repetivit, me segniter accipientem, fidei violatorem increpitans, rem suam a multis interturbari, eum se statum prodere dicit, terri ....dandi licentiam clerico interdixerat, sed insuper benevole consenserat, ut a legatis meis intellexi, si ea facere vellet quae pater suis spoponderat, et proficiscentem absolvi, et ut id pro quo obsides dati erant sincerissime conservaret, fidem exegi, quam et hactenus obtulit, et adhuc ut credimus offert.; (35) Causa negotium continens, status regnorum est. Nam dum a Lothariensis regni primatibus obsides accipit, dum filio imperatoris parere cogit sub regis Francorum clientela, dumque Henricum in Gallia regnare prohibet, vestro nomini convenientia, quae mitteret
Literatur (Auswahl)
RI II 3 956v1, 696h
Akteur
 
#1
Rolle
(Keine Auswahl)
Religiöse Konstellation
(Keine Auswahl)
Art der Übereinkunft
(Keine Auswahl)
Weitere Sicherheitsinstrumente
Befristung
(Keine Auswahl)
Personenangaben zu den Geiseln
 
#1
Geschlecht
(Keine Auswahl)
Antritt der Vergeiselung
(Keine Auswahl)
Schicksal der Geiseln
Terminus