Geiselstellungen von der Antike bis zur Neuzeit

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Name
 
-0197 Geiselstellung an Konsul Titus Quinctius Flamininus durch König Philipp V. von Makedonien
Name
-0197 Geiselstellung an Konsul Titus Quinctius Flamininus durch König Philipp V. von Makedonien
Vorausgegangener Konflikt
2. Makedonisch-Römischer Krieg
Datum/Zeitangabe
197/6 v. Chr. / 194/ 3 v. Chr. / 191 v. Chr.
Inhalt/Kommentar
Es wird zunächst ein Waffenstillstand geschlossen, damit nach Erfüllung der Vorbedingungen gesandte in Rom den Friedensvertrag aushandeln können. Zu den Vorbedingungen zählen Geiseln. Sollte man beim Senat keinen Frieden erreichen, verpflichtete man sich, die Geiseln zurückzugeben.
Mit Abschluss des Vertrages werden die Geiseln nach Rom gebracht worden sein, wo Demetrios im Triumphzug mitgeführt wurde. Weil sein Vater später Rom unterstützte, wurde er freigelassen. In der Heimat fiel er einem Mordkomplott seins Vaters und seines Bruders zum Opfer, da er sich anscheinend mit seinen engen Verbindungen nach Rom verdächtig gemacht hatte, auf den Thron aus zu sein. Das Vorhaben, die ehemalige Geisel zu instrumentalisieren, dürfte aber bei Freilassung noch nicht bestanden haben, sondern erst, nachdem Demetrios noch einmal als Gesandter in Rom gewesen war.
Quellenangabe
 
#1
Quellenangabe
Polybius 18.39.5-6.; 18.44.1.
Quellentext
[18.39.5] διὸ συνεχωρήθη τῷ βασιλεῖ, καθάπερ ἠξίου, λαβόντα τετραμήνους ἀνοχὰς παραχρῆμα μὲν δοῦναι τῷ Τίτῳ τὰ διακόσια τάλαντα καὶ Δημήτριον τὸν υἱὸν εἰς ὁμηρείαν καί τινας ἑτέρους τῶν φίλων, περὶ δὲ τῶν ὅλων πέμπειν εἰς τὴν Ῥώμην καὶ διδόναι τῇ συγκλήτῳ τὴν ἐπιτροπήν. [6] καὶ τότε μὲν ἐχωρίσθησαν πιστωσάμενοι περὶ τῶν ὅλων πρὸς ἀλλήλους, ἐφ᾽ ᾧ Τίτον, ἐὰν μὴ συντελῆται τὰ κατὰ τὰς διαλύσεις, ἀποδοῦναι Φιλίππῳ τὰ διακόσια τάλαντα καὶ τοὺς ὁμήρους

[18.44.1.] ὅτι κατὰ τὸν καιρὸν τοῦτον ἧκον ἐκ τῆς Ῥώμης οἱ δέκα, δι᾽ ὧν ἔμελλε χειρίζεσθαι τὰ κατὰ τοὺς Ἕλληνας, κομίζοντες τὸ τῆς συγκλήτου δόγμα τὸ περὶ τῆς πρὸς Φίλιππον εἰρήνης.
Übersetzungen
[18.39.5-6] He therefore yielded to the king's request and allowed him an armistice of four months. He was at once to pay Flamininus the two hundred talents and give his son Demetrius with some other of his friends as hostages, sending to Rome to submit the whole question to the Senate. They now separated after exchanging mutual pledges about the whole question, Flamininus engaging, if the peace were not finally made, to return the two hundred talents and the hostages. After this all the parties sent to Rome, some working for the peace and others against it [...].

[18.44.1.] At this time ten commissioners who were to control the affairs of Grecce arrived from Rome bringing the senatus-consultum about the peace with Philip.
 
#2
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App. Mac. 9.2.
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[2] ὁ δὲ Ἀλέξανδρον ἀγνοεῖν ἔφη τὴν Ῥωμαιων φύσιν, οἳ οὐδένα πω τῶν ἐχθρῶν εὐθὺς ἀπ᾽ ἀρχῆς ἀνέτρεψαν, ἀλλὰ πολλῶν ἐς αὐτοὺς ἁμαρτόντων, καὶ Καρχηδονίων ἔναγχος, ἐφείσαντο, τὰ σφέτερα αὐτοῖς ἀποδόντες καὶ φίλους ποιησάμενοι τους ἠδικηκότας. ‘ἀγνοεῖς δ᾽,’ ἔφη, ‘καὶ τοῦθ᾽, ὅτι τοῖς Ἕλλησιν ἔθνη πολλά, ὅσα βάρβαρα τὴν Μακεδονίαν περικάθηται, εἴ τις ἐξέλοι τοὺς Μακεδόνων βασιλέας, ἐπιδραμεῖται ῥᾳδίως. ὅθεν ἐγὼ δοκιμάζω τὴν μὲν ἀρχὴν ἐᾶν τῶν Μακεδόνων προπολεμεῖν ὑμῶν πρὸς τοὺς βαρβάρους, Φίλιππον δὲ ἐκστῆναι τοῖς Ἕλλησιν ὧν πρότερον ἀντέλεγε χωρίων, καὶ Ῥωμαίοις ἐς τὴν τοῦ πολέμου δαπάνην ἐσενεγκεῖν τάλαντα διακόσια, ὅμηρά τε δοῦναι τὰ ἀξιολογώτατα καὶ τὸν υἱὸν αὐτοῦ Δημήτριον, μέχρι δὲ ταῦθ᾽ ἡ σύγκλητος ἐπικυρώσει, τετραμήνους ἀνοχὰς γενέσθαι.’
Übersetzungen
Flamininus replied, "Alexander cannot be ignorant of the custom of the Romans, who never destroy an enemy at once, but have spared many offenders, as recently the Carthaginians, restoring their property to them and making allies of those who had done them wrong. You forget also that there are many barbarous tribes on the border of Macedonia, who would make easy incursions into Greece if the Macedonian kings were taken away. Wherefore, I think that the Macedonian government should be left to protect you against the barbarians, but Philip must retire from those Greek places that he has hitherto refused to give up, and must pay the Romans 200 talents for the expenses of the war, and give hostages of the most noble families, including his own son, Demetrius. Until the Senate ratifies these conditions there shall be an armistice of four months."
 
#3
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Cass. Dio. 18.60.
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“ ὅτι ὁ Φίλιππος ἡττηθεὶς ἐπεκηρυκεύσατο τῷ Φλαμινίνῳ: 1 καὶ ὅς, εἰ καὶ τὰ μάλιστα καὶ τῆς Μακεδονίας ἐγλίχετο καὶ τῇ παρούσῃ οἱ εὐτυχίᾳ ἐπίπαν ἐπεξελθεῖν ἐπεθύμει, ὅμως ἐσπείσατο. αἴτιον δὲ ὅτι ἐφοβήθη μὴ οἵ τε Ἕλληνες ὑπεξαιρεθέντος αὐτοῦ τό τε φρόνημα τὸ παλαιὸν ἀναλάβωσι καὶ σφᾶς οὐκέτι θεραπεύσωσι, κα οἱ Αἰτωλοὶ ἐν μεγάλῳ καὶ τότε αὐχήματι, ὅτι τὸ πλεῖστον τῆς νίκης κατειργάσαντο, ὄντες ἐπαχθέστεροί σφισι γένωνται, ὅ τε Ἀντίοχος ἔς τε τῆν Εὐρώπην, ὥσπερ ἠγγέλλετο, ἔλθῃ καὶ τῷ Φιλίππῳ συμμαχήσῃ.”
Übersetzungen
Nach seiner Niederlage trat Philipp mit Flaminius in Unterhandlungen, und obschon der Römer das lebhafteste Verlangen auch nach Makedonien fühlte und sein augenblickliches Glück bis zum letzten auskosten wollte, schloß er ein Abkommen. Grund für sein Verhalten war die Furcht, die Griechen möchten, wenn Philipp beseitigt sei, ihren alten Geist wieder gewinnen und die Römer nicht länger umschmeicheln, Hinzu kam noch die Sorge, daß die Ätoler, schon damals von großem Stolz erfüllt, weil sie den Hauptteil zum Siege beigetragen hatten, den Römern noch lästiger würden und Antiochos, wie man meldete, nach Europa kommen und mit Philipp ein Kampfbündnis eingehen könnte.
(Otto Veh)
 
#4
Quellenangabe
Zonar. 9.16.
Quellentext
καὶ ὃς ἐσπείσατο, χρήματά τε τοῦ Φιλίππου δόντος καὶ ὁμήρους ἄλλους τε καὶ τὸν οἰκεῖον υἱὸν Δημήτριον, καὶ πρέσβεις ὑπὲρ τῆς εἰρήνης εἰς τήν Ῥώμην ἐκπέμψαντος.
Übersetzungen
Und dieser schloß mit ihm ein Abkommen, nachdem der König neben Geldzahlungen her Geiseln, darunter seinen eigenen Sohn Demetrios, gestellt und zum Abschluß eines Friedens Gesandte nach Rom geschickt hatte.
(Otto Veh)
 
#5
Quellenangabe
Liv. 33.13.14-15.
Quellentext
[14] Cum Philippo ita convenit, ut Demetrium filium et quosdam ex amicorum numero obsides et ducenta talenta daret, de ceteris Romam mitteret legatos; ad eam rem quattuor mensum indutiae essent. [15] Si pax non impetrata ab senatu foret, obsides pecuniamque reddi Philippo receptum est. Causa Romano imperatori non alia maior fuisse dictur maturandae pacis, quam quod Antiochum bellum transitumque in Europam molirir constabat.
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Mit Philipp einigte man sich darauf, dass er seinen Sohn Demetrios und einige seiner Freunde als Geiseln geben und 200 Talente zahlen und wegen des übrigen Gesandte nach Rom schicken sollte. Dafür sollte ein Waffenstillstand von vier Monaten sein. Wenn man beim Senat keinen Frieden erlangte, verpflichtete man sich, Philipp die Geiseln und das Geld zurückzugeben. Für den römischen Feldherrn soll kein anderer Grund schwerer gewogen haben, den Frieden je eher je lieber abzuschließen, als die Gewissheit, dass Antiochos einen Krieg und den Übergang nach Europa vor hatte.
 
#6
Quellenangabe
Liv. 33.30.10.
Quellentext
In haec obsides accepti, inter quos Demetrius Philippi filius.
Übersetzungen
Auf diese Bedingungen hin nahm man Geiseln entgegen, darunter Demetrios, den Sohn des Königs.
 
#7
Quellenangabe
Liv. 34.52.9.
Quellentext
[…] et hostiae ductae et ante currum multi nobiles captivi obsidesque, inter quos Demetrius, regis Philippi filius […].
Übersetzungen
[...] und bedeutende Gefangene und Geiseln, darunter Demetrios, der Sohn König Philipps, [...].
 
#8
Quellenangabe
Liv 35.31.5.
Quellentext
[…] quia, cum reddi obsidem filium Philippo adlatum esset stipendiumque impositum remitti, inter cetera vanaadlatum erat Demetriadem quoque ei reddituros Romanos esse.
Übersetzungen
[...] denn als gemeldet worden war, der Sohn, der als Geisel diene, werde Philipp zurückgegeben und die Abgabe, die man ihm auferlegt habe, werde ihm erlassen, war zusammen mit anderen unhaltbaren Nachrichten gemeldet worden, die Römer würden ihm auch Demetrias zurückgeben.
 
#9
Quellenangabe
Liv. 36.35.13.
Quellentext
[…] sed filius quoque Philippi Demetrius, qui obses Romae erat, ad patrem reducendus legatis datus est.
Übersetzungen
[...] sondern es wurde auch Philipps Sohn Demetrios, der als Geisel in Rom war, mitgegeben, damit sie ihn zu seinem Vater zurückführten.
 
#10
Quellenangabe
Liv. 37.25.12.
Quellentext
Philippo quidem anno priore etiam stipendium remissumet filium obsidem redditum; […].
Übersetzungen
Philipp habe man im Vorjahr sogar die Abgabe erlassen und ihm seinen Sohn, der als Geisel gedient hatte, zurückgegeben [...].
 
#11
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Liv. 40. 15.6-8.
Quellentext
[6] Romanos obicis mihi et ea, quae gloriae esse debent, in crimen vertis. Ego nec obses Romanis ut traderer nec ut legatus mitterer Romam, petii. A te missus ire non recusavi. Utroque tempore ita me gessi, ne tibi pudori, ne regno tuo, ne genti Macedonum essem. Itaque mihi cum Romanis, pater, amicitiae causa tu fuisti. [7] Quoad tecum illis pax manebit, mecum quoque gratia erit; si bellum esse coeperit, qui obses, qui legatus pro patre non inutilis fui, idem hostis illis acerrimus ero. [8] Nec hodie, ut prosit mihi gratia Romanorum, postulo; ne obsit, tantum deprecor. Nec in bello coepit nec ad bellum reservatur; pacis pignus fui, ad pacem retinendam legatus missus sum; neutra res mihi nec gloriae nec crimini sit.
Übersetzungen
Du wirfst mir die Römer vor und legst mir das als Verbrechen aus, was mir Ruhm bringen muss. Ich habe nicht darum gebeten, den Römern als Geisel übergeben, und auch auch nicht, als Gesandter nach Rom geschickt zu werden; als ich von dir geschickt wurde, habe ich mich nicht geweigert zu gehen. Bei beiden Gelegenheiten habe ich mich so verhalten, dass ich dir, dass ich deinem Reich, dass ich deinem Volk der Makedonen keine Schande brachte. Daher bist du, Vater, für mich der Anlass zu meiner Freundschaft mit den Römern gewesen. Solange jene im Frieden mit dir leben, werde auch ich in ihrer Gunst stehen. Wenn aber ein Krieg ausbricht, werde ich, der ich dir als Geisel und als Gesandter im Dienste meines Vaters nicht unnütz gewesen bin, für sie ein sehr harter Feind sein. Ich fordere heute nicht, dass mir die Gunst der Römer nützt: ich bitte nur darum, dass sie mir nicht schadet. Sie hat nicht im Krieg angefangen und wird nicht für den Krieg bewahrt. Ich bin ein Bürge für den Frieden gewesen. Um den Frieden zu erhalten, bin ich als Gesandter geschickt worden. Beides soll mir keine Ruhm, aber auch keinen Vorwurf einbringen.
 
#12
Quellenangabe
Eutr. 4.2.1-2.
Quellentext
[…] et obsidem daret filium suum Demetrium. T. Quinius etiam Lacedaemoniss intulit bellum. […] ingenti gloria triumphavit; duxit ante currum nobilissimos obsides Demetrium Philippi filium […].
Übersetzungen
[...] und seinen Sohn Demetrius als Geisel stellen. Titus Quintius bekriegte auch die Lakedaemonier. [...] Er feierte seinen Triumph in gewaltigem Ruhm, er führte vor dem Triumphwagen die vornehmsten Geiseln: Demetrius, den Sohn Philipps [...].
 
#13
Quellenangabe
Justin 30.4.17.
Quellentext
Fractus itaque bello Philippus pace a Flaminino consule petita nomen quidem regium retinuit, sed omnibus Graeciae urbibus, velut regnimenbris extra terminos antiquae possessionis, amississolam Macedoniam retinuit.
Übersetzungen
Philip, exhausted by his efforts in war, and suing for peace from Flamininus, the consul, was allowed to retain indeed the name of king; but, being deprived of all the cities of Greece, as being parts of his dominion beyond the bounds of its ancient territory, he preserved only Macedonia.
 
#14
Quellenangabe
Oros. 4.20.2.
Quellentext
Deinde cum Lacedaemoniss pugnauit; uicto Nauide duce ipsorum nobilissimos obsides Demetrium Philippi filium […].
Übersetzungen
(2) Darauf kämpfte er gegen die Lakedämonier. Nachdem er ihren Anführer Nabis besiegt hatte, ließ er als vornehmste Geiseln vor seinem Triumphwagen Demetrius, den Sohn Philipps, und Armenes, den Sohn des Nabis, führen.
 
#15
Quellenangabe
Plut. Aratus 54.2.
Quellentext
[2] δίκας γε μὴν ὁ Φίλιππος οὐ μεμπτὰς Διὶ ξενίῳ καὶ φιλίῳ τῆς ἀνοσιουργίας ταύτης τίνων διετέλεσε, καταπολεμηθεὶς μὲν γὰρ ὑπὸ Ῥωμαίων ἐπέτρεψεν ἐκείνοις τὰ καθ᾽ αὑτόν, ἐκπεσὼν δὲ τῆς ἄλλης ἀρχῆς καὶ τὰς ναῦς; πλὴν πέντε πάσας προέμενος καὶ χίλια προσεκτίσειν ὁμολογήσας τάλαντα καὶ τὸν υἱὸν ὁμηρεύσοντα παραδούς δι᾽ οἶκτον ἔτυχε Μακεδονίας καὶ τῶν συντελούντων. ἀποκτείνων δὲ ἀεὶ τοὺς ἀρίστους καὶ συγγενεστάτους φρίκης ἐνέπλησε καὶ μίσους ὅλην τὴν βασιλείαν πρὸς αὑτόν,
Übersetzungen
[...] For after being subdued by the Romans and putting his fortunes in their hands, he was stripped of most of his dominions, surrendered all his ships but five, agreed to pay a thousand talents besides, gave up his son to serve as hostage, and only out of pity obtained Macedonia and ist tributaries.
 
#16
Quellenangabe
Plut. Flam. 9.5.
Quellentext
[5] ταῦτα τῶν Αἰτωλῶν λεγόντων καὶ διαταραττόντων τοὺς συμμάχους, αὐτὸς ὁ Φίλιππος ἐλθὼν πρὸς τὰς διαλύσεις ἀνεῖλε τὴν ὑποψίαν, ἐπιτρέψας τῷ Τίτῳ καὶ Ῥωμαίοις τὰ καθ᾽ αὑτόν, καὶ οὕτω καταλύεται τὸν πόλεμον ὁ Τίτος: καὶ τὴν μὲν Μακεδονικὴν ἀπέδωκεν αὐτῷ βασιλείαν, τῆς δὲ Ἑλλάδος προσέταζεν ἀποστῆναι, χιλίοις δὲ ταλάντο ις ἐζημίωσε, τὰς δὲ ναῦς πάσας παρείλετο πλὴν δέκα, τῶν δὲ παίδων τὸν ἕτερον, Δημήτριον, ὁμηρεύσοντα λαβὼν εἰς Ῥώμην ἀπέστειλεν, ἄριστα τῷ καιρῷ χρησάμενος καὶ προλαβὼν τὸ μέλλον,
Übersetzungen
[5] While the Aetolians were making these charges and trying to make trouble among the Roman allies, Philip himself removed all grounds for suspicion by coming to terms and putting himself and his realm in the hands of Titus and the Romans. And in this manner Titus put an end to the war; he returned to Philip his kingdom of Macedonia, but ordained that be should keep aloof from Greece, exacted from him an indemnity of a thousand talents, took away all his ships except ten, and taking one of his sons, Demetrius, to serve as hostage, sent him off to Rome, thus providing in the best manner for the present and anticipating the future.
 
#17
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Diodor. 28.15.1.
Quellentext
[15] Ὅτι πάλιν ἡ σύγκλητος διήκουσε τῶν ἀπὸ τῆς Ἑλλάδος πρεσβειῶν καὶ ταύταις φιλανθρώπως προσεφώνει βουλομένη προθύμους αὐτοὺς ἔχειν πρὸς τὸν Ἀντιοχικὸν πόλεμον, ὃν ταχέως προσεδόκα. τοῖς δὲ παρὰ Φιλίππου πρέσβεσιν ἀπεκρίθη διότι φυλάττοντος αὐτοῦ τὴν πίστιν τῶν τε φόρων αὐτὸν ἀπολύσει καὶ Δημήτριον τὸν υἱόν. τοῖς δὲ ἐληλυθόσι παρὰ Ἀντιόχου συνέστησεν ἐκ τῆς βουλῆς ἄνδρας δέκα τοὺς διακουσομένους περὶ ὧν ἔφησαν ἐντολὰς ἔχειν παρὰ τοῦ βασιλέως.
Übersetzungen
[1] Once more the senate granted audience to embassies from Greece and greeted them with friendly words, for they wanted the goodwill of the Greeks in case of war with Antiochus, which they considered imminent. The envoys of Philip were told that if he remained faithful, the senate would relieve him of the payments of indemnity and would release his son Demetrius. In the case of the envoys who had come from Antiochus a commission of ten senators was set up to hear of the matters with which they stated they had been charged by the king.
 
#18
Quellenangabe
Eutr. 4.2.2.
Quellentext
[2] T. Quintius etiam Lacedaemoniis intulit bellum. Ducem eorum Nabidem vicit et quibus voluit condicionibus in fidem accepit. Ingenti gloria trimphavit; duxit ante currum nobilissimos obsides, Demetrium, Philippi filium, et Armenen Nabidis.
Übersetzungen
Titus Quintius bekriegte auch die Lakedaemonier. Ihren Führer Nabis besiegte er und schloß mit ihm einen Vertrag unter Bedingungen nach seinem Gefallen. Er feierte seinen Triumph in gewaltigem Ruhm; er führte vor dem Triumphwagen die vornehmsten Geiseln: Demetrius, den Sohn Philipps, und Armenes, den Sohn Nabis.
 
#19
Quellenangabe
Eutr. 4.3.3.
Quellentext
[3] M. Acilius Glabrio in Achaia bene pugnavit. Castra regis Antiochi nocturna pugna capta sunt, ipse fugatus. Philippo, quia contra Antiochum Romanis fuisset auxilio, filius Demetrius redditus est.
Übersetzungen
Marcus Acilius Glabrio kämpfte mit Erfolg in Achaia. Des Königs Antiochus Lager wurde in einem Nachtgefecht erobert und er selbst zur Flucht getrieben. Weil er den Römern gegen Antiochus beigestanden hatte, wurde an Philipp sein Sohn Demetrius zurückgesandt.
 
#20
Quellenangabe
Plut. Flam. 14.2
Quellentext
[2] Φιλιππείους δὲ χρυσοῦς μυρίους τετρακισχιλίους πεντακοσίους δεκατέσσαρας, χωρὶς δὲ τούτων τὰ χίλια τάλαντα Φίλιππος ὤφειλεν. ἀλλὰ ταῦτα μὲν ὕστερον ἐπείσθησαν Ῥωμαῖοι, μάλιστα τοῦ Τίτου συμπράξαντος, ἀφεῖναι τῷ Φιλίππῳ, καὶ σύμμαχον ἐψηφίσαντο, καὶ τὸν υἱὸν ἀπήλλαξαν αὐτῷ τῆς ὁμηρείας.
Übersetzungen
[2] and fourteen thousand five hundred and fourteen gold coins bearing Philip's effigy. And apart from this money Philip owed his fine of a thousand talents. This fine, however, the Romans were afterwards persuaded to remit to Philip, and this was chiefly due to the efforts of Titus; they also made Philip their ally, and sent back his son whom they held as hostage.
 
#21
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App. Mac. 9.5.
Quellentext
[5]
“ὅτι ὁ Βόκχος ἑτέρους ἔπεμψε πρέσβεις, οἳ Μαρίου μὲν ἔμελλον περὶ εἰρήνης δεήσεσθαι, Σύλλα δὲ ἵνα συμπράξειεν ἐς τὰς διαλύσεις. λῃστευθέντας δ᾽ ἐν ὁδῷ τοὺς πρέσβεις τούσδε ὁ Σύλλας ὑπεδέξατο, καὶ ξενίζει μέχρι Μάριον ἀπὸ Γαιτούλων ἐπανελθεῖν. παρῄνει δὲ Βόκχον διδάσκειν ὅτι χρὴ Σύλλᾳ πείθεσθαι περὶ ἁπάντων. ἐνδιδοὺς οὖν ἤδη πρὸς τὴν τοῦ Ἰογόρθα προδοσίαν ὁ Βόκχος, ἐς μὲν ὑπόκρισιν ἐπ᾽ ἄλλον στρατὸν περιέπεμπεν ἐς Αἰθίοπας τοὺς γείτονας, οἳ ἐπὶ ἑσπέραν ἀπὸ τῶν ἑώων Αἰθιόπων διήκουσιν ἐς τὸ Μαυρούσιον ὄρος ὃ καλοῦσιν Ἄτλαντα, Μάριον δ᾽ ἠξίου Σύλλαν οἱ πέμψαι συνελθεῖν ἐς λόγους. καὶ Μάριος μὲν ἔπεμπε τὸν Σύλλαν, Ἄψαρα δὲ Ἰογόρθα φίλον, ἐν Βόκχου καταλελειμμένον ἐφορᾶν τὰ γιγνόμενα, αὐτός τε Βόκχος καὶ Μαγδάλσης φίλος Βόκχου, καί τις ἐξελεύθερος ἀνδρὸς Καρχηδονίου, Κορνήλιος, ἐνήδρευσαν ὧδε.”
Übersetzungen
Not long afterward Philip lent aid in Greece to the Romans in their war against King Antiochus. As they were moving against Antiochus in Asia, passing through Thrace and Macedonia by a difficult road, he escorted them with his own troops, supplied them with food and money, repaired the roads, bridged the unfordable streams, and dispersed the hostile Thracians, until he had conducted them to the Hellespont. In return for these favors the Senate released his son Demetrius, who had been held
by them as a hostage, and remitted the payments of money still due from him. But these Thracians fell upon the Romans when they were returning from their victory over Antiochus, when Philip was no longer with them, carried off booty and killed many -- by which it was plainly shown how great a service Philip had rendered them when they were going.
 
#22
Quellenangabe
App. Syr. 20.
Quellentext
[20] ἀπέθανον δ᾽ ἐν τῇ μάχῃ καὶ τῇ διώξει Ῥωμαίων μὲν ἀμφὶ τοὺς διακοσίους, Ἀντιόχου δέ, σὺν τοῖς ληφθεῖσιν, ἀμφὶ τοὺς μυρίους. αὐτὸς δ᾽ ὁ βασιλεὺς ἀπὸ μὲν τῆς πρώτης τροπῆς μετὰ πεντακοσίων ἱππέων ἐς Ἐλάτειαν ἀμεταστρεπτὶ διέδραμεν, ἀπὸ δ᾽ Ἐλατείας ἐς Χαλκίδα καὶ ἐς Ἔφεσον μετ᾽ Εὐβοίας τῆς νεογάμου ῾τοῦτο γὰρ αὐτὴν ὠνόμαζεν̓ ἐπὶ τῶν νεῶν ἔφυγεν, οὐδὲ τούτων ἁπασῶν: ἀγορὰν γάρ τινας αὐτῶν διαφερούσας ὁ Ῥωμαίων ναύαρχος ἐπαναχθεὶς διεφθάρκει. οἱ δ᾽ ἐν ἄστει Ῥωμαῖοι τῆς νίκης πυθόμενοι, ταχείας τε οὕτω σφίσι καὶ εὐχεροῦς φανείσης, ἔθυον, ἐκ φοβερᾶς τῆς Ἀντιόχου δόξης τὴν πρώτην πεῖραν ἀσπασάμενοι. φίλιππόν τε τῆς συμμαχίας ἀμειβόμενοι, τὸν υἱὸν αὐτῷ Δημήτριον, ὁμηρεύοντα ἔτι παρὰ σφίσιν, ἔπεμψαν.
Übersetzungen
The Romans lost about 200 in the battle and the pursuit; Antiochus about 10,000, including prisoners. The king himself, at the first sign of defeat, fled precipitately with 500 horse as far as Elateia, and from Elateia to Chalcis, and thence to Ephesus with his bride Eubœa, as he called her, with his ships; but not all of them, for the Roman admiral made an attack upon some that were bringing supplies, and sunk them. When the people of Rome heard of this victory, so swiftly and easily gained, they offered sacrifice, being satisfied with their first trial of the formidable reputation of Antiochus. To Philip, in return for his services as an ally, they sent his son Demetrius, who was still a hostage in their hands.
 
#23
Quellenangabe
App. Syr. 23.
Quellentext
[23] Πόπλιος δὲ Σκιπίων ἀφικόμενος ἐς Αἰτωλίαν μετὰ τοῦ ὑπάτου, καὶ τὸν Μανίου στρατὸν παραλαβών, τὰς μὲν ἐν Αἰτωλίᾳ πολιορκίας ὑπερεῖδεν ὡς μικρὸν ἔργον, καὶ τοῖς Αἰτωλοῖς δεομένοις ἐπέτρεψεν αὖθις ἐς Ῥώμην πρεσβεῦσαι περὶ σφῶν, ἐπὶ δὲ τὸν Ἀντίοχον ἠπείγετο πρὶν ἐκβῆναι τῷ ἀδελφῷ τὴν στρατηγίαν. διὰ δὲ Μακεδόνων ὥδευε καὶ Θρᾳκῶν ἐπὶ τὸν Ἑλλήσποντον, δυσχερῆ καὶ χαλεπὴν ὁδὸν αὐτῷ γενομένην ἄν, εἰ μὴ Φίλιππος ὁ Μακεδὼν ὡδοποίει καὶ ὑπεδέχετο καὶ παρέπεμπεν ἐζευγμένοις τε ποταμοῖς ἐκ πολλοῦ καὶ ἀγοραῖς ἑτοίμοις: ἐφ᾽ οἷς αὐτὸν οἱ Σκιπίωνες αὐτίκα τῶν ὑπολοίπων χρημάτων ἀπέλυσαν, ἐπιτετραμμένοι τοῦθ᾽ ὑπὸ τῆς βουλῆς, εἰ πρόθυμον εὕροιεν. ἐπέστελλον δὲ καὶ ἐς Προυσίαν τὸν Βιθυνῶν βασιλέα, καταλέγοντες ὅσοις βασιλεῦσι Ῥωμαῖοι συμμαχήσασι τὰς ἀρχὰς ἐπηύξησαν: Φίλιππον δέ, φασί, τὸν Μακεδόνα καὶ πολέμῳ κρατήσαντες ἄρχειν ἐῶσι, καὶ τὸν παῖδα αὐτῷ τῆς ὁμηρείας ἀπελύσαμεν, καὶ τὸ ἔτι ὄφλημα τῶν χρημάτων. οἷς ὁ Προυσίας ἡσθεὶς συνέθετο συμμαχήσειν ἐπ᾽ Ἀντίοχον.
Λίουιος δ᾽ ὁ ναύαρχος ἐπεὶ τῆς ὁδοιπορίας τῶν Σκιπιώνων ἐπύθετο, Παυσίμαχον μὲν τὸν Ῥόδιον μετὰ τῶν Ῥοδίων νεῶν ἐν τῇ Αἰολίδι κατέλιπε, καὶ μέρος τι τοῦ ἰδίου στόλου, ταῖς δὲ πλείοσιν ἐς τὸν Ἑλλήσποντον ἔπλει τὸν στρατὸν ὑποδεξόμενος. καὶ Σηστὸς μὲν αὐτῷ καὶ Ῥοίτειον καὶ ὁ Ἀχαιῶν λιμὴν καί τινα ἄλλα προσέθετο, Ἀβυδον δὲ ἀπειθοῦσαν ἐπολιόρκει.
Übersetzungen
In the meantime Publius Scipio arrived in Ætolia with the consul and received the command of the army from Manius. He scorned the siege of the Ætolian towns as small business, and allowed the imploring people to send a new embassy to Rome, while he hastened against Antiochus before his brother's consulship should expire. He moved by way of Macedonia and Thrace to the Hellespont, and it would have been a very hard march for him had not Philip of Macedon repaired the roads, entertained him, escorted him, bridged the streams some time before, and furnished him provisions. In return for this the Scipios immediately relieved him from the payment of the remaining money indemnity, having been authorized to do so by the Senate if they should find him zealous. They also wrote to Prusias, king of Bithynia, reminding him that the Romans were in the habit of augmenting the possessions of the kings in alliance with them. They said that, although they had conquered Philip of Macedon, they had allowed him to retain his kingdom, had released his son whom they had held as a hostage, and had remitted the money payment still due. Thereupon Prusias willingly entered into alliance with them against Antiochus. Livius, the commmander of the fleet, when he learned that the Scipios were on the march, left Pausimachus, the Rhodian, with the Rhodian ships and a part of his own, in Æolis, and himself sailed with the greater part to the Hellespont to assist the army. Sestos and Rhæteum, and the harbor of the Achæans,1 and several other places surrendered to him. Abydos refused and he laid siege to it.
 
#24
Quellenangabe
Zonar. 9.19.
Quellentext
καὶ ὁ Φίλιππος στέφανον νικητήριον τῷ Διὶ τῷ Καπιζωλίῳ πέμψας ἄλλα τε ἀντειλήφει καὶ τὸν υἱὸν τὸν Δημήτριον ἐν Ῥώμῃ ὁμηρεύοντα.
Übersetzungen
Auch Philipp ließ einen Siegeskranz für Iuppiter Capitolinus überbringen und empfing neben anderen Geschenken seinen Sohn Demetrios zurück, der als Geisel in Rom weilte.
(Otto Veh)
 
#25
Quellenangabe
Polybius 21.3.3.
Quellentext
[3] ὧν διακούσασα τὸν μὲν υἱὸν Δημήτριον ἀπέλυσε τῆς ὁμηρείας παραχρῆμα: ὁμοίως δὲ καὶ τῶν φόρων ἐπηγγείλατο παραλύσειν, διαφυλάξαντος αὐτοῦ τὴν πίστιν ἐν τοῖς ἐνεστῶσι καιροῖς.
Übersetzungen
After listening to him the senate at once set free his son Demetrius, who was their hostage, and also promised to relieve him of some of the payments due, if he kept his faith with them under present circumstances.
 
#26
Quellenangabe
Polybius 21.11.9-10.
Quellentext
[9] ὁμοίως κατὰ τὴν Ἑλλάδα Φίλιππον καὶ Νάβιν, ὧν Φίλιππον μὲν καταπολεμήσαντες καὶ συγκλείσαντες εἰς ὅμηρα καὶ φόρους, βραχεῖαν αὐτοῦ νῦν λαβόντες ἀπόδειξιν εὐνοίας ἀποκαθεστακέναι μὲν αὐτῷ τὸν υἱὸν καὶ τοὺς ἅμα τούτῳ συνομηρεύοντας νεανίσκους, ἀπολελυκέναι δὲ τῶν φόρων, πολλὰς δὲ τῶν πόλεων ἀποδεδωκέναι τῶν ἁλουσῶν κατὰ πόλεμον: [10] Νάβιν δὲ δυνηθέντες ἄρδην ἐπανελέσθαι, τοῦτο μὲν οὐ ποιῆσαι, φείσασθαι δ᾽ αὐτοῦ, καίπερ ὄντος τυράννου, λαβόντες πίστεις τὰς εἰθισμένας.
Übersetzungen
In Greece itself they adduced the cases of Philip and Nabis. As for Philip, after they had crushed him in war and tied his hands by imposing hostages and tribute on him, no sooner had they received from him a slight proof of his goodwill than they had restored to him his son and the other young men who were held as hostages together with Demetrius; they had remitted the tribute and given him back many of the cities taken in the war. And while they could have utterly annihilated Nabis, they had not done so, but spare him, although he was a tyrant, on receipt of the usual pledges.
 
#27
Quellenangabe
De Viris Ill. 51.
Quellentext
Filium eius Demetrium obsidem accepit, quem pecunia mulctatum in regnum restituit.
Übersetzungen
He received Phillip's son Demetrius as Hostage; he restored Phillip to the throne after punishing him with a fine.
Literatur (Auswahl)
Walker 1980, S. 275-282 (Case-Nr. 114)
Akteur
 
#1
Name, Titel/Rang
Titus Quinctius Flamininus, Konsul
Rolle
Vertragspartner
 
#2
Name, Titel/Rang
Philipp V. von Makedonien, König
Rolle
Vertragspartner
Religiöse Konstellation
(Keine Auswahl)
Art der Übereinkunft
Friedensvertrag
Geltungsbereich
Makedonien und Griechenland
Weitere Sicherheitsinstrumente
Befristung
Nein
Personenangaben zu den Geiseln
 
#1
Name, Titel
Demetrios
Zugehörigkeit
Sohn von Philipp V.
Geschlecht
männlich
 
#2
Name, Titel
Mitglieder aus angesehenen Familien
Geschlecht
(Keine Auswahl)
Antritt der Vergeiselung
ja
Aufenthaltsort der Geiseln
Rom / Italien
Schicksal der Geiseln
Terminus
Terminus 'Übereinkunft'
convenire; pacem petere τὰς διαλύσεις ἐπιτρέψας ἀνοχὰς