Geiselstellungen von der Antike bis zur Neuzeit

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Name
 
-0217 Geiselstellung an Rom durch König Pinnes von Illyrien
Name
-0217 Geiselstellung an Rom durch König Pinnes von Illyrien
Vorausgegangener Konflikt
1. Illyrische Krieg
Datum/Zeitangabe
-217
Inhalt/Kommentar
Pinnes' Mutter Teuta hatte 228 v. Chr. mit den Römern einen Friedensvertrag geschlossen (Unterwerfung bei Liv. Per. 20: "in deditionem venerunt") und war zu Strafzahlungen in Raten gezwungen worden (Pol. 2.12.3-6), mit denen Pinnes nun in Verzug war. Römische Gesandte waren mit der Eintreibung beauftragt oder sollten Geiseln empfangen, wenn der König nicht zahlen könne. Ob gezahlt wurde oder ob die Geiseln genommen wurden geht aus dem Kontext nicht hervor. Wenn sie gestellt wurden, dann war die Geiselhaft bis zur Zahlung der Summe befristet.
Quellenangabe
 
#1
Quellenangabe
Liv. 22.33.5.
Quellentext
[5] ad Pinnem quoque regem in Illyrios legati missi ad stipendium, cuius dies exierat, poscendum, aut si diem proferri vellet, obsides accipiendos.
Übersetzungen
Auch nach Illyrien zum König Pineus reisten Gesandte, um die Abgabe, deren Zahlungsfrist abgelaufen war, einzutreiben. Falls er die Zahlungsfrist verlängern wolle, sollten sie sich dafür Geiseln geben lassen.
Literatur (Auswahl)
Walker, Hostages, Case-Nr. 99.
Akteur
 
#1
Name, Titel/Rang
Rom
Rolle
Vertragspartner
 
#2
Name, Titel/Rang
Teuta / Königin
Rolle
Vertragspartner
Zugehörigkeit
Illyrien
 
#3
Rolle
(Keine Auswahl)
 
#4
Name, Titel/Rang
Pinnes von Illyrien
Rolle
Vertragspartner
Zugehörigkeit
Illyrien
Religiöse Konstellation
(Keine Auswahl)
Art der Übereinkunft
Unterwerfung
Ort der Geiselstellung
Illyrien
Weitere Sicherheitsinstrumente
Befristung
Ja
Personenangaben zu den Geiseln
 
#1
Geschlecht
(Keine Auswahl)
Antritt der Vergeiselung
unbekannt
Schicksal der Geiseln
Terminus