Geiselstellungen von der Antike bis zur Neuzeit

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Name
 
-0179 Geiselstellung an Prokonsul Tib. Sempronius Gracchus d. Ä. durch die Stadt Certima
Name
-0179 Geiselstellung an Prokonsul Tib. Sempronius Gracchus d. Ä. durch die Stadt Certima
Vorausgegangener Konflikt
Keltiberischer Krieg
Datum/Zeitangabe
-179
Inhalt/Kommentar
Livius drückt eindeutig aus, dass es sich formal nicht um Geiseln handelte, wenn Tiberius Gracchus sich Reiter stellen ließ. Der Zweck ist aber derselbe: sie dienen als 'pignus fidei'.
Quellenangabe
 
#1
Quellenangabe
Liv. 40.47.9f.
Quellentext
... destituti ab unica spe auxilii in deditionem venerunt. [10] Nummum quater et viciens ab iis est exactum quadraginta nobilissimi equites, nec obsidum nomine - nam militare iussi sunt - et tamen re ipsa, ut pignus fidei essent.
Übersetzungen
Da ihre einzige Hoffnung auf Hilfe zuschanden geworden war, ergaben sie
sich. [10] 2 400 000 Sesterzen wurden von ihnen gefordert und 40 Reiter aus dem höchsten Adel, zwar nicht ausdrücklich als Geiseln - denn sie wurden aufgefordert, Kriegsdienste zu leisten -, und doch in Wirklichkeit, um als Unterpfand für ihre Treue zu dienen.
Literatur (Auswahl)
Walker, Hostages, Case-Nr. 133.
Akteur
 
#1
Name, Titel/Rang
Tib. Sempronius Gracchus d. Ä., Prokonsul
Rolle
Vertragspartner
Zugehörigkeit
Rom
 
#2
Name, Titel/Rang
Certima, Stadt
Rolle
Vertragspartner
Religiöse Konstellation
(Keine Auswahl)
Art der Übereinkunft
Unterwerfung
Ort der Geiselstellung
Certima
Geltungsbereich
Certima
Weitere Sicherheitsinstrumente
Befristung
Nein
Anzahl der Geiseln
40
Personenangaben zu den Geiseln
 
#1
Name, Titel
Reiter aus dem höchsten Adel
Geschlecht
männlich
Stand
nobilissimi
Antritt der Vergeiselung
ja
Aufenthaltsort der Geiseln
beim Heer von Tiberius Gracchus
Unterbringung/Verwahrung
im Militärlager
Schicksal der Geiseln
Terminus
Terminus 'Übereinkunft'
in deditionem venire