Geiselstellungen von der Antike bis zur Neuzeit

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Name
 
-0051 Geiselstellung an Rom durch Belger
Name
-0051 Geiselstellung an Rom durch Belger
Vorausgegangener Konflikt
Gallischer Krieg
Datum/Zeitangabe
-51
Inhalt/Kommentar
Nach der Niederschlagung einer Erhebung unter Führung der Bellovaker lässt Caesar bei diesen zur Sicherheit einen Quästor mit Truppen zurück und nahm von den übrigen (wohl benachbarten) Stämmen zusätzliche Geiseln. Dies zeigt, dass Geiseln als reales Druckmittel gesehen worden waren, denn sonst hätte die Forderung nach MEHR Geiseln keinen Sinn. Auch wenn Abkommen trotz Geiselstellungen häufig gebrochen wurden, glaubte man noch immer an ihre Effektivität.
Quellenangabe
 
#1
Quellenangabe
Caes. B. G. 8.38.1-2.
Quellentext
[1] Caesar interim M. Antonium quaestorem cum cohortibus XV in Bellovacis relinquit, ne qua rursus novorum consiliorum capiendorum Belgis facultas daretur. ipse reliquas civitates adit, [2] obsides plures imperat, timentes omnium animos consolatione sanat.
Übersetzungen
Inzwischen ließ Caesar den Quästor Marcus Antonius mit 15 Kohorten im Lande der Bellovaker zurück, um den Belgern die Möglichkeit zu neuen Umtrieben zu nehmen. Er selbst suchte die übrigen Stämme auf, ließ sich von ihnen mehr Geiseln stellen und sprach allen Verängstigten Trost zu.
Literatur (Auswahl)
Walker, Hostages, Case-Nr. 226.
Akteur
 
#1
Name, Titel/Rang
Prokonsul Gaius Iulius Caesar
Rolle
Vertragspartner
Zugehörigkeit
Rom
 
#2
Name, Titel/Rang
Stämme der Belger
Rolle
Vertragspartner
Religiöse Konstellation
(Keine Auswahl)
Art der Übereinkunft
Unterwerfung
Ort der Geiselstellung
Gebiet der Belger
Geltungsbereich
Gebiet der Belger
Weitere Sicherheitsinstrumente
Befristung
Nein
Personenangaben zu den Geiseln
 
#1
Geschlecht
(Keine Auswahl)
Antritt der Vergeiselung
ja
Schicksal der Geiseln
Terminus